Hertha-Investor

Windhorst: "Wäre schön, wenn Klinsmann-Abenteuer aufgegangen wäre"

Windhorst (r.) sorgte dafür, dass Klinsmann Coach bei Hertha wird.
Windhorst (r.) sorgte dafür, dass Klinsmann Coach bei Hertha wird. Foto: Imago Images

Lars Windhorst ist dem Großteil im Sport vermutlich erst seit seinem Einstieg bei Bundesligist Hertha BSC ein Begriff. Mit großen Investitionen und der zwischenzeitlichen Berufung von Jürgen Klinsmann zum Cheftrainer des Hauptstadt-Klubs hat der 44-Jährige bereits für Schlagzeilen gesorgt.

Über sein Unternehmen Tennor stieg Lars Windhorst im Juni 2019 bei Hertha BSC ein. Mit darauffolgenden Investitionen soll der Investor nun 66,6 Prozent der Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA halten. Der Geschäftsmann will mit dem "schlafenden Riesen" nach wie vor hoch hinaus, sorgte im November 2019 dafür, dass Ex-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann den Cheftrainer-Posten bei Hertha übernahm.

Windhorst steht hinter "Transferoffensive"

Nach nur zehn Pflichtspielen trat der 56-Jährige aber freiwillig wieder zurück, hinterließ sogar ein Tagebuch, das für Aufsehen sorgte. Rückblickend meinte Windhorst in der ZDF-Reportage Machen die Windhorst-Millionen Hertha BSC wieder stark?: "Den Jürgen Klinsmann zu nehmen und sich da in ein Abenteuer reinzustürzen, wäre schön gewesen, wenn es aufgegangen wäre. Ist leider nicht aufgegangen, aber dafür war die Transferoffensive im Winter, die größte, die von allen Klubs in der Welt umgesetzt wurde."

Kein Verkauf geplant

Tatsächlich kauften die Berliner kräftig ein: Mit Stars wie Lucas Tousart (Olympique Lyon), Krzysztof Piatek (AC Mailand), Matheus Cunha (RB Leipzig) und Santiago Ascacibar (VfB Stuttgart) gab Herta im Januar 2020 rund 77 Millionen Euro für neue Spieler aus. Windhorst hält seinerseits, trotz bislang ausbleibendem Erfolg am Investment fest. "Wenn man nach einer Zeit das Ziel erreicht hat, da gibt es auch gar keinen Grund, so ein Unternehmen - oder wie man das auch bezeichnen mag - zu verkaufen", so der 44-Jährige, der sich weiter ambitioniert gibt.

Profile picture for user Adrian Kuehnel
Adrian Kuehnel  
28.12.2020