Spitzenspiel in Liga 2

Hertha im Glück? Aytekin erklärt zurückgenommenen Elfmeter

Schiedsrichter Deniz Aytekin stand im Fokus.
Schiedsrichter Deniz Aytekin stand im Fokus. Foto: Getty Images

Es war der Aufreger im Duell zwischen Hertha BSC und dem FC St. Pauli. Schiedsrichter Deniz Aytekin begründet, warum er einen Strafstoß für die Hanseaten nach Ansicht der Bilder zurücknahm.

Die Entscheidung in Minute 35 im Spitzenspiel zwischen Hertha BSC und dem FC St. Pauli war getroffen: Schiedsrichter Deniz Aytekin hatte nach einem vermeintlichen Foulspiel von Andreas Bouchalakis an Eric Smith auf Elfmeter entschieden. Doch 120 Sekunden später rannte er - nach langer Kommunikation mit dem VAR - doch noch raus, schaute sich die Bilder an - und nahm den Strafstoß zurück.

Aytekin erklärt zurückgenommenen Elfmeter

Aytekin erklärte bei Sport 1: "Auf dem Platz wirkte es für mich wie ein klarer Strafstoß. Wir dachten, wir hätten einen klaren Kontakt wahrgenommen." Er nahm seinen Kollegen sofort in Schutz: "Der Video-Assistent hat seinen Job gut gemacht und gesagt, er sehe nicht den klaren Kontakt, den ich beschrieben habe. Letztendlich wollte ich es für mich selbst sehen."

"Hertha hatte Glück"

Der erfahrene Schiedsrichter gab weiteren Einblick: "In den vorliegenden Bildern habe ich dann keinen klaren Kontakt gesehen. Da ich nicht sicher sagen konnte, ob die Berührung da ist oder nicht, habe ich den Elfmeter weggelassen." Vollumfänglich zufrieden wirkte Aytekin damit aber nicht: "Man kann behaupten, Hertha hatte Glück, denn man kann vermuten, dass da ein kleines Streifen da ist." Da St. Pauli am Ende auch ohne diesen Elfmeter 2:1 gewinnen konnte, wird auch bei ihm die Erleichterung riesengroß sein.

Florian Bolker  
30.09.2023