Lob für Bernstein

Hertha-Friede? Bobic: "Allen klar, dass es nur gemeinsam geht"

Bobic hofft bei Hertha auf eine ruhigere Saison. Foto: Getty Images
Bobic hofft bei Hertha auf eine ruhigere Saison. Foto: Getty Images

Hertha BSC ist dem Abstieg in der Vorsaison denkbar knapp in der Relegation von der Schippe gesprungen. Vorausgegangen war ein Jahr mit zwei Trainerwechseln und unzähligen Störgeräuschen außerhalb des Platzes. Vor allem das Verhältnis des Klubs zu Lars Windhorst sorgte wiederholt für Schlagzeilen. Die sollen laut Fredi Bobic der Vergangenheit angehören.

"Wichtig ist, dass Dinge, die am Ende der vergangenen Saison für unnötigen Trubel gesorgt haben, in guten Gesprächen mit Lars Windhorst ausgeräumt worden sind", erklärt der Sportchef der Alten Dame gegenüber Welt am Sonntag. "Allen ist klar, dass es nur gemeinsam geht", hält Bobic fest. Windhorst hat über seine Holding Tennor dem Vernehmen nach 375 Millionen Euro in Hertha investiert, wollte den Klub damit in die erweiterte Bundesliga-Spitze und nach Europa bringen.

"Ob es noch einmal Kapital gibt, wird sich zeigen"

Unter anderem wegen der Verwendung zur Überbrückung von Ausfällen durch die Corona-Pandemie ist von den Millionen aber nichts mehr übrig, vielmehr will Hertha im Sommer ein merkliches Transferplus erzielen. "Ob es noch einmal Kapital gibt, wird sich zeigen. Und wenn, müssen wir sehr kreativ damit umgehen", sagt Bobic nun. Grundvoraussetzung dabei ist, dass im Klub alle handelnden Personen an einem Strang ziehen. Dahingehend gilt die Wahl von Kay Bernstein zum Präsidenten als Nachfolger von Werner Gegenbauer als eine wichtige Zäsur für Hertha BSC.

Bernstein "macht sehr ruhigen, strukturierten Eindruck"

Bernstein, in den Medien gerne als 'Ex-Ultra' tituliert, ist mit 41 Jahren einer der jüngsten Führungsfiguren der Bundesliga. "Er macht einen sehr ruhigen, strukturierten Eindruck und ist sehr interessiert an den Abläufen im Verein", lobt Bobic den neuen Präsidenten. "Wir sind durch ihn und das neu aufgestellte Präsidium etwas jünger geworden. Auch das tut Hertha gut", steht für den früheren Torjäger der Alten Dame fest.

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Lars Pollmann  
17.07.2022