Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Herrlich: "Leverkusen bleibt immer positiv in meinem Herzen"

Für Heiko Herrlich geht es am Montagabend zurück in die Bay-Arena.
Für Heiko Herrlich geht es am Montagabend zurück in die Bay-Arena. Foto: Getty

Heiko Herrlichs Aus bei Bayer Leverkusen im Dezember 2018 war kurios. Zwei Spiele gewann der Trainer zuvor mit der Werkself, wurde dann aber einen Tag vor Heiligabend entlassen. Im Vorfeld der Bundesligapartie (Montag, 20:30 Uhr) zwischen seinem Ex-Klub und seinem aktuellen Arbeitgeber FC Augsburg spricht der 48-Jährige über die Rückkehr an alte Wirkungsstätte.

Als Cheftrainer von Bayer Leverkusen führte Heiko Herrlich die Werkself nach seiner Amtsübernahme im Sommer 2017 von Platz zwölf in der Vorsaison auf Rang fünf in der Saison 2017/18. "Ich habe die Mannschaft nach einem schwierigen Jahr übernommen und Stabilität reingebracht. Wir haben attraktiven Fußball gespielt", erinnerte sich Herrlich vor der Rückkehr nach Leverkusen im Gespräch mit dem kicker zurück. Lediglich drei Tore fehlten letztlich in der besagten Spielzeit zur Qualifikation für die Champions League. "Die erste Saison war eine erfolgreiche Zeit", bilanzierte der gebürtige Mannheimer, der bereits als Profi das Bayer-Kreuz trug.

Herrlich hatte mit Entlassung "eigentlich nicht mehr gerechnet"

In der Saison 2018/19 lief es für Herrlich und Leverkusen allerdings plötzlich schlecht. "Von Anfang an war ich angezählt", erklärte der Fußballlehrer, der zu Beginn null Punkte aus drei Bundesligaspielen holte. Strauchelnd ging es für Leverkusen in der Folge weiter. "Es war schwer, als angezählter Trainer die Mannschaft mitzureißen", betonte Herrlich und befand: "Trotzdem ist uns das gelungen." Umso härter traf den 48-Jährigen seine Entlassung: "Das war in dem Moment überraschend, weil wir aus den letzten sechs Spielen 13 Punkte geholt hatten." Mit der damaligen Entscheidung habe er "eigentlich nicht mehr gerechnet" und am Ende "muss man das akzeptieren".

"Die Dankbarkeit überwiegt trotzdem"

Herrlich heuerte nach knapp anderthalb Jahren Auszeit im vergangen März als Coach beim FC Augsburg an, weshalb seine "ganze Konzentration und Schaffenskraft" nun dem FCA gewidmet ist. Auf die Rückkehr in die Bay-Arena freue er sich aber dennoch. "Ich gehe mit positiven Erinnerungen dahin", gestand er und fügte an: "Die Dankbarkeit überwiegt trotzdem. Leverkusen bleibt immer positiv in meinem Herzen."

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Adrian Kuehnel  
24.10.2020