Eintracht-Verteidiger

Herrlich: "Hinteregger hätte nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen!"

Martin Hinteregger (r.) sieht von Schiedsrichter Robert Schröder nur die Gelbe Karte. Foto: Imago

Der FC Augsburg verkaufte sich bei der 0:2-Niederlage in Frankfurt teuer. Ein Knackpunkt des Spiels war ein Foul von Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger im ersten Durchgang, wie FCA-Coach Heiko Herrlich im Nachgang befand.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Es läuft die 31. Minute in der Partie zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Augsburg, als Frankfurts Abwehrspieler Martin Hinteregger gegen Augsburgs Angreifer an der Seitenlinie die Sense auspackt und den ehemaligen U21-Nationalspieler mit gestrecktem Bein von der Seite foult. Schiedsrichter Robert Schröder allerdings zeigte dem Österreicher nur die Gelbe Karte. Eine Entscheidung, die nach dem Spiel für Gesprächsstoff sorgte. Allen voran, weil es jener Hinteregger war, der Eintracht Frankfurt sechs Minuten später in Führung köpfte. Eintracht-Coach Adi Hütter gab im Anschluss an den 2:0-Sieg der Hessen zu, dass er Hinteregger in der Halbzeit sogar vom Feld nahm, um einen Platzverweis des 28-Jährigen zu vermeiden.

"So wie ich das Regelwerk verstehe..."

Heiko Herrlich, Trainer der Fuggerstädter, regte sich nach der Partie über die Gemengelage im ersten Durchgang auf: "Ärgerlich ist, dass der Spieler, der das Tor macht, eigentlich gar nicht mehr hätte auf dem Platz stehen dürfe. Man tut sich als Trainer schwer, sowas zu sagen. Ich will keine Roten Karten für den Gegner fordern. Aber so wie ich das Regelwerk verstehe, man hat ja selbst auch schon Platzverweise bekommen, hätte der Spieler nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen." Für den FCA-Coach eine spielentscheidende Szene: "Das ist dann umso ärgerlicher und gibt dem Spiel eine Richtung." Der Videoassistent sah in der Situation keine klare Fehlentscheidung, eine Rote Karte wäre aber im Bereich des Möglichen gewesen. 

Profile picture for user Benjamin Heinrich
Benjamin Heinrich  
21.04.2021