Keine Chance beim FC Bayern?

"Herkulesaufgabe": Kohler sieht Hernandez weiterhin in der zweiten Reihe

Lucas Hernandez hat sich beim FC Bayern noch nicht durchgesetzt.
Lucas Hernandez hat sich beim FC Bayern noch nicht durchgesetzt. Foto: Getty Images

Lucas Hernandez kam vor einem Jahr als 80-Millionen-Rekordneuzugang mit großen Erwartungen von Atletico Madrid zum FC Bayern München. Nachdem der Franzose zu Beginn noch regelmäßig spielte, haben sich inzwischen David Alaba und Alphonso Davies festgespielt. Weltmeister Jürgen Kohler sieht keine schnelle Rückkehr in die Startelf.

Der FC Bayern München hat unter Trainer Hans-Dieter Flick im Jahr 2020 begeisternden Fußball gespielt. Mit dafür verantwortlich waren auch David Alaba und Alphonso Davies. Die beiden Linksfüßer agieren defensiv äußerst stabil und kurbeln stets das Spiel nach vorne an. Für Lucas Hernandez ist da aktuell auch im fitten Zustand kein Vorbeikommen.

Kohler schützt Hernandez

Jürgen Kohler sagte im kicker dazu: "Es wird eine Herkulesaufgabe, Alaba oder Davies zu verdrängen." Doch der Ex-Profi, der Hernandez vorerst in der zweiten Reihe sieht, nahm ihn zugleich in Schutz: "Ganz pragmatisch könnte man sagen, man hat bis jetzt nicht viel gesehen. Das wäre aber ungerecht, weil er sich aufgrund seiner Verletzungen nicht richtig präsentieren konnte. Man muss Lucas Zeit geben." Kohler forderte, nicht schon den Stab über den Weltmeister von 2018 zu brechen: "Für ein Urteil ist es zu früh."

Rotation - oder Alaba-Abgang?

Flick wird mit Blick auf den anstehenden Saison-Marathon die Rotationsmaschine anwerfen und dann sicherlich auch Hernandez Einsatzchancen einräumen. Zudem ist die Zukunft von Abwehrchef Alaba weiterhin offen. Sollte der Österreicher nicht seinen 2021 auslaufenden Vertrag verlängern, könnte noch bis zum 5. Oktober ein Abgang folgen.

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Christopher Michel  
03.09.2020