Eintracht ist jetzt Herr im Haus

Hellmann: "Wir haben bei der Stadt komplett die Hosen heruntergelassen"

Eintracht hat am 01. Juli den Betrieb des Stadiongeländes übernommen. Foto: Alexander Scheuber/Getty Images
Eintracht hat am 01. Juli den Betrieb des Stadiongeländes übernommen. Foto: Alexander Scheuber/Getty Images

Eintracht Frankfurt hat am Montag in Person von Vorstand Axel Hellmann den symbolischen Schlüssel für den Deutsche Bank Park entgegengenommen. Der Bundesligist steigt vom Mieter zum Betreiber des Stadiongeländes auf, das weiterhin im Besitz der Stadt bleibt. Durch die Corona-Pandemie kam es zu Nachverhandlungen.

Ergebnis ist eine Klausel, die die Miete flexibel gestaltet. "Je mehr Zuschauer reinkönnen, desto höher ist die Miete, die wir in der Pandemiephase zu zahlen haben", zitiert kicker.de die Erklärung von Hellmann. Bis kurz vor Beginn des 15-jährigen Vertrags am 01. Juli liefen die Gespräche zwischen den Verhandlungspartnern. "Wir haben bei der Stadt komplett die Hosen heruntergelassen und offengelegt, was wir verdient haben und verdienen werden", sagt der 48-Jährige.

"Nicht irgendwelche Märchen erzählen"

Eintracht will den Eindruck vermeiden, sich in der gesamtgesellschaftlich schwierigen Situation einen wirtschaftlichen Vorteil erschlichen zu haben. "Das ist ein offenes Buch, damit die Stadt weiß, dass wir nicht irgendwelche Märchen erzählen, wie hart uns die Pandemie trifft", so Hellmann. Die Bankenmetropole profitiert freilich davon, wenn ihr größter Sportklub als Aushängeschild erfolgreich ist. Die neuen infrastrukturellen Möglichkeiten gelten dabei als Schlüssel. Zumal, wenn dereinst der Ausbau des einstigen Waldstadions abgeschlossen ist. 60 000 Zuschauer soll es dann fassen. Und "ein absoluter Leuchtturm in Deutschland und Europa sein", wie Hellmann voller Vorfreude ankündigt.

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
04.08.2020