Klare Position von Eintracht-Vorstandssprecher

Hellmann stellt klar: "50+1 ist gelebte Meinung des Klubs!"

Das Motto der BVB-Fans wird auch bei Eintracht Frankfurt gelebt.
Das Motto der BVB-Fans wird auch bei Eintracht Frankfurt gelebt. Foto: Getty Images

Eintracht Frankfurt will auch in Zukunft an der Regelung 50+1 festhalten. Vorstandssprecher Axel Hellmann wird bei der Jubiläumsfeier des hessischen Traditionsvereins deutlich.

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Frühjahrsempfang bei der Eintracht

Am 8. März 2024 hat Eintracht Frankfurt seinen 125. Geburtstag gefeiert. Elf Tage später hat der Verein zu einem großen Frühjahrsempfang in der Alten Oper im Herzen der Mainmetropole eingeladen. Im Normalfall finden in dem altehrwürdigem Gebäude, das bei einem Luftangriff 1944 zerstört und von 1976 bis 1981 wiederaufgebaut wurde, Konzerte statt. An der Jubiläumsfeier des hessischen Traditionsklubs nahmen über 1.000 Gäste teil. 

Namhafte Gäste beim Eintracht-Frühjahrsempfang

Ob DFL-Präsidiumssprecher Hans-Joachim Watzke, DFB-Präsident Bernd Neuendorf, DFB-Geschäftsführer Sport Andreas Rettig, DFB-Sportdirektorin Nia Künzer, DFB-Sportdirektor Rudi Völler oder Legenden wie Anthony Yeboah, Jay-Jay Okocha, Jan-Aage Fjörtoft und der frühere Vorstandschef Heribert Bruchhagen: Moderatorin Laura Wontorra hat den Klub durch den Abend geführt, viele namhafte Akteure aus dem Fußball waren anwesend.

Hellmann stellt klar: "50+1 keine Phrase"

Vorstandssprecher Axel Hellmann nahm sich bei seiner eindrucksvollen Eröffnungsrede des Themas 50+1 an. Es ist ein ständiger Streitpunkt in den Diskussionen der Vereinsvertreter. Nach dieser Vorschrift ist es Kapitalanlegern nicht möglich, die Stimmenmehrheit bei Kapitalgesellschaften zu übernehmen, in die Fußballvereine ihre Profimannschaften ausgegliedert haben. Daran will Hellmann nicht rütteln. "Wir stehen für die Verbindung von Tradition und Moderne", betonte der Jurist. "50+1 ist dabei keine Phrase, sondern gelebte Meinung des Klubs. Dafür brauchen wir keine Verrenkungen, sondern das ist gelebtes Prinzip", so Hellmann deutlich.

Eintracht-Vorstandssprecher Hellmann sieht "große Verantwortung"

Dabei gebe es auch Gefahr, Menschen zu wählen, die operativ starke Entscheidungen treffen - und damit auch falsch liegen können. 50+1 dürfe zudem nicht so durchgedrückt werden, dass einem Trainer Mannschaftsaufstellungen von Mitgliedern diktiert werden. "Die Basis stimmt über wesentliche Entscheidungen ab. Die Wettbewerbsfähigkeit müssen aber wir Verantwortlichen herstellen", so Hellmann: "Wir bewegen uns in einem Spannungsfeld. Das verlangt eine große Verantwortung." 

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Christopher Michel  
19.03.2024