Nach Wechselpossen

Hellmann beruhigt SGE-Umfeld: "Wenn ein Guter ging, kam ein Besserer"

Vorstandssprecher Axel Hellmann blickt optimistisch in die Zukunft der Eintracht. Foto: Imago

Er ist in diesen Zeiten mehr denn je gefordert: Axel Hellmann ist bei Eintracht Frankfurt Vorstand für Marketing und Kommunikation, seit kurzem auch offizieller Sprecher des Gremiums. Und damit die Konstante in der Führungsebene der Hessen. Trotz der Wechselpossen um Trainer Adi Hütter und Sportvorstand Fredi Bobic blickt dieser optimistisch in die Zukunft.

Von der Eintracht berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Verlassen Fredi Bobic und Hütter Eintracht Frankfurt, weil mit dem hessischen Traditionsverein nicht mehr möglich ist, als das Erreichen der Champions League, was alle Akteure im Saisonendspurt anstreben? "Wenn Sie mich fragen: Ist dieser Klub am Ende seiner Entwicklung? Dann sage ich nein", sagte Vorstandssprecher Axel Hellmann zu fussball.news und nahm etwaigen Gerüchten um jene Motivation in den beiden Wechselentscheidungen Wind aus den Segeln. Die Eintracht, das betonte der 49-Jährige vehement, habe auch kein Führungsvakuum durch die beiden Abgänge: "Aus meiner Sicht ist es richtig, über Vakanzen zu reden und nicht über ein Vakuum. Das ist inhaltlich ein großer Unterschied. Vakanzen haben wir, aber kein Vakuum. Weil ich der festen Überzeugung bin, dass wir die Arbeitsthemen, die relevant sind, nicht nur gut vorantreiben, sondern auch die inhaltlichen Dinge, die zu diskutieren sind, sehr gut vorbereiten." 

"Szenarien sind ziemlich durchgespielt"

Will heißen: Obwohl Bobic, der entgegen vieler Meinungsbilder weiterhin mit Akribie für die Eintracht arbeite, als Sportvorstand zum 31. Mai ausscheidet und auch Hütter nach dem letzten Spieltag seine Segel streichen wird, laufen die Planungen für die kommende Saison auf Hochtouren, ebenso wie die Nachfolgersuche für beide Positionen: "Alle diese Themen sind und werden vorbereitet." Ben Manga, Direktor Profifußball und Kaderplaner, komme dabei neben Finanzvorstand Oliver Frankenbach, der die sportlichen Sachvorgänge übernommen hat, eine wichtige Rolle zu: "Ich kann euch sagen: Ben, als Leiter Profifußball, hat für alle Szenarien hervorragende Lösungen auf dem Zettel, die dann exekutiert werden müssen. Die Szenarien sind da ziemlich durchgespielt. Wir haben für alle Positionen Ideen und Vorschläge." Unabhängig davon, ob der ganz große Coup mit der Champions League gelingt: Auf den neuen Sportvorstand, der dann auch die Trainersuche vorantreiben wird, warten ausgearbeitete Konzepte, was die Kaderplanung angeht, die von diesem "garniert" werden. Ohnehin kommt in all diese Dinge erst so richtig Fahrt rein, wenn das sportliche Abschneiden der Frankfurter feststeht. 

"Es herrscht größtmögliche Stabilität"

Mit den getroffenen Personalentscheidungen in Sachen Bobic und Hütter, dem dazukommenden Ausscheiden von Sportdirektor Bruno Hübner, können nun "die Dominosteine schneller fallen, was die Neuausrichtung angeht". Mit Blick auf diese ist Hellmann ohnehin nicht Angst und Bange: "Hier war keine Notlage, kein Schock, keine Unruhe, hier sind Vakanzen zu schließen. Daran muss man arbeiten. Das bedeutet ein operatives Abarbeiten. Da gibt es halt Dinge zu tun. Das ist keine Unruhe, das ist Geschäftigkeit. Das ist ein großer Unterschied." Ohnehin habe das Motto in der Vergangenheit gelautet: "Wenn ein Guter ging, kam ein Besserer nach." Das soll auch jetzt das klare Ziel sein. Die Rahmenbedingungen stimmen für einen neuen Trainer, einen neuen Sportvorstand und den neuen technischen Direktor, der auch noch kommen soll. Beim Rest herrscht Klarheit: "Mit allen ist gesprochen worden, die bleiben wollen und ihre berufliche Zukunft nicht perspektivisch in Berlin oder anderswo sehen. Da müssen wir keine 20 neuen Leute holen. Da herrscht eine größtmögliche Stabilität. Wir haben eine Mannschaft auf dem Platz mit teils lang laufenden Verträgen und ein Team ums Team. Deshalb bin ich relativ gelassen, dass wir die Übergangsphase gut managen." 

Profile picture for user Benjamin Heinrich
Benjamin Heinrich  
15.04.2021