Sportchef äußert sich selbstkritisch

Heldt über Kaderplanung: "Noch nicht so, wie man sich das vorgestellt hat"

Horst Heldt blickt selbstkritisch auf die jüngsten Transferperioden zurück. Foto: Imago
Horst Heldt blickt selbstkritisch auf die jüngsten Transferperioden zurück. Foto: Imago

Horst Heldt kann die Kritik an der Kaderplanung des 1. FC Köln nachvollziehen. Allerdings betonte der Geschäftsführer Sport, dass ihm aus mehreren Gründen die Hände gebunden waren.

Acht Spieler hat der 1. FC Köln seit dem vergangenen Sommer verpflichtet, die Bilanz der Neuzugänge ist jedoch ernüchternd: Nur Marius Wolf und Ondrej Duda spielen regelmäßig, Sebastian Andersson fehlt hingegen seit Dezember wegen einer Knieverletzung, Tolu Arokodare und Dimitrios Limnios spielen keine Rolle, Ron-Robert Zieler ist die Nummer zwei hinter Timo Horn, Winterneuzugang Max Meyer kam erst kurz vor der Länderspielpause zum Zug und Emmanuel Dennis wurde nach der Kritik von Cheftrainer Markus Gisdol auf die Ersatzbank versetzt. "Ich will mich nicht rechtfertigen. Es steht außer Frage, dass es bei dem ein oder anderen Spieler noch nicht so funktioniert, wie man sich das vorgestellt hat", räumte Sportchef Horst Heldt gegenüber der Bild-Zeitung ein.

Heldt: "Vielerlei Gründe" Für Kaderplanung ausschlaggebend 

Allerdings gebe es "vielerlei Gründe" für die schwache Kaderplanung: "Ich habe den Kader ja nicht so spät zusammengestellt, weil ich keinen Bock hatte oder uns nichts eingefallen ist. Wir alle mussten mit den Rahmenbedingungen im Klub und den durch Corona veränderten Transfermarkt umgehen", sagte Heldt. Der 51-Jährige übernehme dafür die Verantwortung, betonte aber auch, dass er die Spieler "nicht im Alleingang" verpflichtet habe: "Es gibt heutzutage keine One-Man-Show mehr."

Heldt will auch bei Abstieg bleiben

Seit November 2019 ist Heldt beim FC tätig, der laufende Vertrag ist bis Sommer 2023 gültig. Auch im Abstiegsfall wolle er sich auf die Arbeit am Geißbockheim konzentrieren: "Grundsätzlich habe ich nicht vor, etwas anderes zu machen", so Heldt, der jedoch weiß: "Ich bin auch in dieser Frage nicht alleiniger Entscheider." Gesichert, so wirkt es, ist seine Zukunft nicht unbedingt.

Florian Bajus  
27.03.2021

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