Köln agierte auf neuen Märkten

Heldt: "Jeder hat die Stecknadel im Heuhaufen gesucht"

Heldt musste im Sommer die Ärmel hochkrempeln. Foto: Oliver Hardt/Getty Images
Heldt musste im Sommer die Ärmel hochkrempeln. Foto: Oliver Hardt/Getty Images

Das Transferfenster in der Bundesliga und den meisten europäischen Ligen schließt am Montagabend. Verantwortliche überall in der Republik dürften dann tief durchatmen. Die Corona-Pandemie hat ihnen die Arbeit deutlich erschwert, wie etwa Horst Heldt bestätigt.

"Es war sicher die intensivste Transfer-Periode", so der Sportchef des 1.FC Köln gegenüber Sport Bild. Das Geld saß bei den wenigsten Klubs locker, die meisten mussten sparen und setzten oft auf Leihgeschäfte. "Jeder hat mit der größten Anstrengung versucht, die Stecknadel im Heuhaufen zu finden", berichtet Heldt. Köln habe sich so auch auf Märkte verlegt, die üblicherweise nicht zwingend im Fokus sind. 

"Geschäft komplett verändert"

"Wir haben zwar schon immer über den Tellerrand geschaut. Häufig wurde jedoch von Transfers abgesehen, bei denen direkte Qualitätsvergleiche fehlten", erklärt Heldt. Das Risiko ist eben größer, wenn ein Spieler aus einer weniger wettbewerbsfähigen Liga in die Bundesliga wechselt, als wenn er bereits auf ähnlichem Niveau Erfahrung hat. Mit Dimitrios Limnios schlug Köln in Griechenland zu, mit Tolu Arokodare sogar in Lettland. "Alle Manager mussten akzeptieren, dass sich das Geschäft komplett verändert hat", sagt Heldt.

"Von der Qualität überzeugt"

So sei es auch bei den Geißböcken zu Deals gekommen, "die man im Jahr vorher vielleicht nicht gemacht hätte". Etwa dem ablösefreien Abgang von Simon Terodde zum Hamburger SV, bei dem Köln noch Teile des Gehalts übernimmt. Grundsätzlich herrscht bei Heldt trotz der Umstände Zufriedenheit mit dem Kader, der noch geringfügig verändert werden könnte. "Von der Qualität bin ich überzeugt, auch wenn man es bisher nicht sieht." Nach zwei knappen Niederlagen liegt der FC aktuell auf Tabellenplatz 16.

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
30.09.2020