Streitfall Geißbockheim

Heldt: "Haben manchmal das Gefühl, nicht gewollt zu sein"

Heldt ist verärgert. Foto: Imago
Heldt ist verärgert. Foto: Imago

Neben sportlichen und wirtschaftlichen Sorgen dominierte am Bundesliga-Standort Köln im Jahr 2020 das leidige Thema 'Ausbau Geißbockheim' die Schlagzeilen. Der 1.FC Köln möchte sein Trainingszentrum erweitern, hat dafür das Ok der Stadt längst erhalten. Dennoch schlagen sich Horst Heldt und Co. weiter mit dem Thema herum.

Bürgerinitiativen und vertragliche Spitzfindigkeiten verhindern bislang den Baustart des Projekts, das der Klub für elementar wichtig gerade im Bezug auf die Nachwuchsförderung betrachtet. "Aus unserer Sicht ist es nicht kompliziert. Wir haben einen Ratsbeschluss. Das ist eine demokratische Entscheidung, die im Normalfall Verlässlichkeit bedeutet", sagt Heldt gegenüber dem Express. Davon kann nach den vergangenen Monaten jedoch nicht mehr die Rede sein, was beim Sportchef durchaus für eine gewisse Verbitterung sorgt.

"Wir kämpfen gegen Windmühlen"

"Als ich den FC 1995 als Spieler verlassen habe, war meine Wahrnehmung, dass dieser Klub in dieser Stadt etwas ganz Besonderes ist", führt Heldt aus. Dieses Gefühl dränge sich nicht mehr auf. Im Gegenteil: "Wir haben manchmal das Gefühl, nicht gewollt zu sein, was für mich nicht begreiflich ist", so der 51-Jährige. "Wir kämpfen gegen Windmühlen, die es an anderen Standorten nicht gibt." Besonders ärgert Heldt, dass Lokalrivale Bayer Leverkusen völlig problemlos die Genehmigung zur Erweiterung einer Anlage im Stadtgebiet von Köln erhielt, obwohl auch da teilweise in ein Naturschutzgebiet eingedrungen wird." Das alles ist schwer nachzuvollziehen", sagt Heldt, der sich wohl auch 2021 immer wieder mit diesem Thema befassen müssen wird.

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Lars Pollmann  
01.01.2021