Klubs bei Abstellungen allein gelassen?

Heldt attackiert FIFA: "Vielleicht sind alle im Urlaub"

Heldt erwartet mehr Hilfestellung von der FIFA. Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images
Heldt erwartet mehr Hilfestellung von der FIFA. Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Die bevorstehende Abstellungsperiode der Nationalspieler bereitet den Verantwortlichen in der Bundesliga großes Kopfzerbrechen. Dass ihre Spieler in der Corona-Pandemie in aller Herren Länder, und damit oftmals in Risiko-Gebiete, reisen sollen, ist ihnen ein Dorn im Auge. Horst Heldt vom 1.FC Köln attackiert nun den Weltverband FIFA.

"Wir haben immer noch nichts bekommen und sind immer noch nicht informiert worden, wie wir mit Reisen in Risiko-Gebiete umgehen sollen. Vielleicht sind alle im Urlaub", zitiert die Bild-Zeitung den beißenden Spott des Sportchefs der Geißböcke. Die Situation ist für Köln und die übrigen Bundesligaklubs alles andere als zufriedenstellend. Vor allem fühlt sich Heldt seitens der FIFA allein gelassen, die für die internationalen Rahmenbedingungen zu sorgen hat. "Die Vereine haben es zu managen, obwohl sie gar nicht in der Verantwortung stehen."

"Es ist ein schmaler Grat"

Seine Forderung nach klaren Regeln und Hilfestellungen durch den Weltverband sind bisher unbeantwortet geblieben. In der Bundesliga haben sich zuvor schon viele weitere Verantwortliche mit Kritik gemeldet. "Wir sind in Kontakt mit anderen Vereinen", sagt Heldt. "Ich bin für die Wettbewerbe, aber es ist ein schmaler Grat." Die Gesundheit gehe vor, nötigenfalls müssen die Nationalmannschaften deshalb zurück stecken. "Wir müssen ja auch akzeptieren, wenn keine Zuschauer zu unseren Spielen dürfen", so Heldt. Der 1.FC Köln empfängt am Samstag Borussia Mönchengladbach zum Derby, womöglich ohne Fans. Zuletzt stieg der entscheidende Inzidenzwert über die kritische Schwelle von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner.

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
01.10.2020