SPD-Mann vs. Bundesliga, Teil II

Heldt ätzt gegen Lauterbach: "Schon Showmaster?"

Heldt kann Lauterbachs großer Medienpräsenz wenig abgewinnen. Foto: Oliver Hardt/Getty Images
Heldt kann Lauterbachs großer Medienpräsenz wenig abgewinnen. Foto: Oliver Hardt/Getty Images

Die DFL ist für ihr Konzept zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga und Liga zwei nach der Corona-Zwangspause weltweit gelobt worden. Die Unkenrufe von Karl Lauterbach verhallten. Der SPD-Mann meldet sich nun erneut zu Wort. Wie vor einigen Monaten muss er mit der Reaktion aus der Bundesliga leben.

"Ist der noch Politiker oder schon Showmaster", zitiert kicker.de die ätzende Replik von Horst Heldt. Der Sportchef des 1.FC Köln macht sich, wie seinerzeit etwa Hans-Joachim Watzke, über die eindrückliche Medienpräsenz von Lauterbach lustig. Der Gesundheitsexperte ist in der Coronakrise ein sehr gefragter Gesprächspartner für sämtliche Talkshows des Landes und nimmt die Einladungen gerne an. Immer wieder arbeitet sich Lauterbach dabei an der Bundesliga und der DFL ab. Und immer wieder mit Kritik und bisweilen sogar Schreckensszenarien.

Bundesliga blamierte sich nicht

Vor dem Restart im Mai äußerte er gegenüber dem SID, das Hygienekonzept der Bundesliga sei ""löchrig" und "nicht wasserdicht", sah voraus, dass "die Bundesliga blamiert sein" werde, wenn es zu Zwischenfällen kommen sollte. Tatsächlich zeigte sich das Konzept als robust und die DFL ging als großer Gewinner aus der Angelegenheit hervor. Dennoch bleibt Lauterbach ein streitbarer Geist, der nunmehr die mögliche Rückkehr von Fans ins Stadion geißelt. "Überhaupt nicht angemessen", sagte der Bundestagsabgeordnete der ARD, seien die Pläne.

"Wichtig, Gefahren zu thematisieren"

Heldt stört dabei wohl weniger die Meinung, die Lauterbach vertritt. Sondern, dass er dies immer und immer wieder und sehr lautstark tut. "Es ist wichtig, die Gefahren zu thematisieren und auf die Risiken hinzuweisen", so der Köln-Boss. Allerdings würde er sich wünschen, dass Lauterbach darüberhinaus auch Interesse daran zeige, "Lösungsansätze zu suchen und zu liefern". Momentan konzentriere er sich bloß darauf, aufzuzeigen, "was nicht geht". 

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Lars Pollmann  
06.08.2020