Super-League-Debatte

Heidel will die Bundesliga schützen: "Fußball muss etwas Besonderes bleiben"

Heidel ist seit Dezember 2020 wieder für den 1. FSV Mainz 05 zuständig.
Heidel ist seit Dezember 2020 wieder für den 1. FSV Mainz 05 zuständig. Foto: Alex Grimm/Getty Images

Christian Heidel leistet als Sportvorstand beim 1. FSV Mainz 05 derzeit erfolgreiche Arbeit. Der Klub steht in der Bundesliga vor dem 12. Spieltag nämlich auf dem siebten Tabellenrang und nimmt somit Kurs auf die Europapokal-Plätze. Angesichts dieser Tatsache äußert sich Heidel zu seinen Visionen als Manager.

Im Interview mit der WAZ sprach Christian Heidel nun über Debatten um eine europäische Super League oder Pläne, alle zwei Jahre eine Fußball-WM auszutragen. Wenn auch die WM keinen direkten Einfluss auf Klubs wie den 1. FSV Mainz 05 nimmt, ist es Heidel dennoch wichtig, in Bezug auf die Super League Ligen wie die Bundesliga zu schützen. "Wir müssen da wirklich achtgeben und immer unsere Fans in den Mittelpunkt rücken. Denen ist in übergroßer Mehrheit die Bundesliga am Wochenende am wichtigsten", bekräftigte der 58-Jährige.

Heidel will die Fans nicht verlieren

"Es ist wunderbar", so der gebürtige Mainzer, "wenn sich Klubs wie Köln oder Mainz mal für Europa qualifizieren. Aber wir müssen den nationalen Wettbewerb als Basis schützen". So betonte der Sportchef der 05er: "Wenn das Gefühl vorherrscht, dass es bei der Ausdehnung der internationalen Wettbewerbe nur noch um die Gewinnmaximierung für Verbände und einige wenige Klubs geht, verlieren wir die Fans an der Basis." In diesem Zuge merkte er an, dass er sich oftmals selbst dabei ertappt, im Fernsehen umzuschalten, da er "nicht von morgens bis abends Fußball schauen möchte, nur weil er gut vermarktet wird". Ihm ist eigenen Aussagen nach wichtig: "Fußball muss irgendwie auch noch etwas Besonderes bleiben."

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Adrian Kuehnel  
19.11.2021