Sportvorstand nach 20 Jahren als Trainer

Hecking: "Richtigen Moment für den Absprung erwischt"

Hecking steht nicht mehr an der Seitenlinie. Foto: Imago
Hecking steht nicht mehr an der Seitenlinie. Foto: Imago

Dieter Hecking hat im Sommer die Seiten gewechselt. Nach dem Abschied vom Trainerposten beim Hamburger SV wurde der Castrop-Rauxeler Sportvorstand beim 1.FC Nürnberg. Den fließenden Übergang hinter sich, würde der Ex-Profi den Entscheid wohl jederzeit wieder so tätigen.

"Noch nicht einmal" habe er Trainer Robert Klauß einen Hinweis gegeben, wie er selbst als Coach mit einer bestimmten Thematik umgegangen wäre, betont der 56-Jährige gegenüber dem kicker. Dies sei für ihn selbst überraschend, gibt Hecking zu. "Es zeigt mir, dass ich den richtigen Moment für den Absprung erwischt habe. Ich hatte noch nicht einen Tag, an dem ich im Büro saß und gedacht habe, wäre ich bloß auf dem Platz." 

"Ich habe mich gefragt, war's das?"

20 Jahre lang hatte Hecking an der Seitenlinie von insgesamt acht Klubs verbracht, die längste Auszeit in der Trainerkarriere betrug im Jahr 2009 knapp vier Monate. Dennoch kam der Wechsel ins Management nicht unvermittelt, der FCN-Boss hatte darüber durchaus öffentlich nachgedacht. "Ich habe mich gefragt, war's das oder soll ich etwas Anderes machen? Und wer bekommt als 56-Jähriger schon die Chance, seinem Berufsleben so eine Wende zu geben?", fragt Hecking rhetorisch. Eine Rückkehr auf die Trainerbank wolle er nicht kategorisch ausschließen, allzu bald steht sie aber wohl keinesfalls an. Stattdessen will Hecking in Nürnberg den Erfolg unter Klauß ermöglichen.

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Lars Pollmann  
13.10.2020