Novize auf Vorstandsebene

Hecking: Immer mit "sehr, sehr guten Sportdirektoren zusammengearbeitet"

Hecking erlebte unter anderem zweieinhalb Jahre an der Seite von Max Eberl. Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images
Hecking erlebte unter anderem zweieinhalb Jahre an der Seite von Max Eberl. Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Dieter Hecking ist mit neuer Aufgabe zurück an einer alten Wirkungsstätte. Der frühere Cheftrainer wurde am Montag als Sportvorstand des 1.FC Nürnberg vorgestellt. Er tauscht das erste Mal die Trainerbank gegen einen Platz auf der Tribüne, den Trainingsplatz gegen einen Schreibtisch aus. Bange ist dem Ex-Profi nicht.

"Ich habe da eine Neugierde entdeckt und stelle mich der neuen Herausforderung. Ich gehe mit sehr viel Respekt und Demut an diese Aufgabe heran", so der 55-Jährige gegenüber dem TV-Sender Sky. Natürlich könne er sich in vielen Bereichen auf seine bisherigen Erfahrungen berufen. Nicht zuletzt will Hecking dabei von seinen ehemaligen Vorgesetzten profitieren. "Ich habe mit sehr, sehr guten Sportdirektoren in den vergangenen Jahren zusammengearbeitet", betont er.

"Ich bringe sehr viel mit"

Tatsächlich ist es eine illustre Liste an sportlich Hauptverantwortlichen, die Hecking bei seinen bisherigen Stationen erlebt hat. Klaus Allofs, Martin Bader, Jonas Boldt, Max Eberl und Jörg Schmadtke hießen die prominentesten Partner. "Selbst bei den kleineren Vereinen, Verl und Lübeck, habe ich tolle Sportdirektoren gehabt", sagt der neue starke Mann des FCN ferner. "Von denen guckt man sich das ein oder andere ab, war bei vielen Verhandlungsgesprächen dabei, wo man sich mit Spielern unterhalten hat. Ich glaube, ich bringe sehr viel mit."

Nicht bis zum "bitteren Ende des Trainer-Daseins"

Dennoch bedurfte Hecking reichlicher Überlegung, ehe er sich für den neuen Posten entschied. Der entsprechende Denkprozess habe ihn dabei schon über die vergangenen zwei, drei Jahre begleitet. "Es war nicht kurzfristig, dass ich gesagt habe, ich mach das aus der Laune heraus." Er sei in sich gegangen, habe sich gefragt, "ob das alles ist, bis zum bitteren Ende des Trainer-Daseins weiterzumachen". Mit bald 56 Jahren habe Hecking für sich entschieden, die neue Herausforderung anzutreten, "der man sich stellen kann, wenn man zu 100 Prozent dahinterstehen kann". Hecking unterschrieb beim FCN bis 2023.

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Lars Pollmann  
28.07.2020