Transferflop

Hazard weiter nicht wechselwillig: Real setzt auf WM-Effekt

Hazard spielt bei Real keine große Rolle. Foto: Getty Images
Hazard spielt bei Real keine große Rolle. Foto: Getty Images

Eden Hazard muss als einer der teuersten Fehleinkäufe der jüngeren Fußballhistorie betrachtet werden. Der Belgier kostete Real Madrid im Sommer 2019 beim Wechsel vom FC Chelsea deutlich über 100 Millionen Euro Ablöse. Nach drei vor allem verletzungsgeplagten Jahren spielt der Angreifer diese Saison trotz Fitness keine große Rolle.

Gerade einmal drei LaLiga-Einsätze stehen für den 31-Jährigen zu Buche, obwohl der Dribbelkünstler von Carlo Ancelotti als potenzieller Ersatz für Karim Benzema gehandelt wurde, als sich der Weltfußballer vor einigen Wochen verletzte. Auch die letzten Optimisten, die sich da an einen Strohhalm klammerten, müssen nun ein Einsehen haben. Dazu zählt womöglich auch Hazard selbst, der bisher stets betont hatte, sich bei den Königlichen durchsetzen zu wollen und einen oft diskutierten Abschied ablehnte.

Entfacht die WM neues Feuer?

Wie die in Madrid erscheinende Sportzeitung Marca berichtet, soll Hazard trotz seiner geringen Spielanteile weiterhin nicht von sich aus an einen Tapetenwechsel denken. Bei Real bestehe dennoch Hoffnung auf ein Umdenken des Nationalspielers. Demnach setzen die Verantwortlichen darauf, dass die WM in Katar bei Hazard ein neues Feuer entfacht und der Angreifer infolge des Turniers doch Bereitschaft zeigt, die Zelte abzubrechen. Real sei zwar kein Klub, der Profis mit zweifelhaften Methoden zum Abschied dränge, hat naturgemäß aber auch keine große Lust, das fürstliche Gehalt eines Spielers zu zahlen, der sportlich keinerlei Stellenwert innehat. Bis 2024 könnte sich Hazard auf seinem Vertrag ausruhen, bei den Blancos ist die Hoffnung aber eine andere. Allzu viele potenzielle Abnehmer drängen sich allerdings auch nicht auf.

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Lars Pollmann  
06.11.2022