Kaugummi-Transfer

Havertz zu Chelsea: Matthäus erinnert es an seinen Wechsel zu Inter

Havertz hat sich selbst womöglich bereits für Chelsea entschieden. Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images
Havertz hat sich selbst womöglich bereits für Chelsea entschieden. Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Beim Thema Kai Havertz zeigen sich die Tücken einer schnelllebigen Medienlandschaft in Sachen Transfers. Internationale Experten spielten sich die Bälle über Bande zu und so schien der Mega-Deal zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Chelsea kurz vor dem Abschluss. Davon kann aber keine Rede sein. So der Wechsel zustande kommt, gratuliert Lothar Matthäus dem Nationalspieler dennoch.

"Ich fände Chelsea perfekt für ihn. Ich an seiner Stelle, würde nun alles versuchen, um diesen Wechsel über die Bühne zu bringen und den Verein zu verlassen", schreibt der TV-Experte in einer Kolumne für Skysport.de. Mit London habe sich Havertz einen guten Standort ausgesucht, Chelsea sei ein interessanter Verein, der auch noch zwei Landsleute aufbieten kann. Die Eingewöhnung wäre dank Antonio Rüdiger und Timo Werner sicher einfacher. Alles erinnert Matthäus an seine eigene Laufbahn. Konkret an den Wechsel zu Inter Mailand.

Matthäus wechselte mit 27

"Ein Trainer wie Trapattoni, der seinen Einkäufen total vertraut, sie spielen lässt und ein Klub, der nach Erfolgen lechzt. Mit Brehme und Klinsmann hatte auch ich zwei vertraute Deutsche Spieler an meiner Seite", so der Rekordnationalspieler. Allerdings ging er selbst mit 27 Jahren als gestandener Profi vom FC Bayern zu Inter. Havertz steht vergleichsweise noch am Anfang seiner Karriere, auch wenn er in jungen Jahren schon einiges erlebt hat. 

"Nicht mehr alles um das Thema Ablösesumme"

Insgesamt hält Matthäus Chelsea für eine passende neue Aufgabe nach der Zeit bei Bayer04. Sie spielen in der Champions League und es erwartet ihn dort ein spannendes Projekt." Wichtiger noch: "Außerdem dreht sich dann endlich nicht mehr alles nur um das Thema Ablösesumme, wie das seit zwei Jahren in Leverkusen der Fall ist." Dafür müsste das 'Thema Ablösesumme' allerdings erst zu einer Einigung der beiden Klubs führen. Unmittelbar in Sicht, wie es schon vor Wochen schien, ist das wohl nicht.

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Lars Pollmann  
04.08.2020