Prestige-Duell

Hat sich Gladbach fürs Rheinderby warmgeschossen? Hütter bleibt vorsichtig

Fohlen-Trainer Adi Hütter bleibt auch nach dem Schützenfest gegen Fürth am Boden, denn es folgt das Derby gegen Köln.
Fohlen-Trainer Adi Hütter bleibt auch nach dem Schützenfest gegen Fürth am Boden, denn es folgt das Derby gegen Köln. (Foto: Lukas Schulze/Getty Images)

Mit dem 4:0-Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth hat Borussia Mönchengladbach ein Ausrufezeichen gesetzt und die aufstrebende Form der letzten Wochen bestätigt. Doch nun wartet das Prestige-Derby gegen den 1. FC Köln.

"Da erwartete ich ein ganz anderes Spiel, aber das 4:0 gegen Fürth gibt uns natürlich Selbstvertrauen für das Derby", ordnete Fohlen-Trainer Adi Hütter den Sieg auf fussball.news-Nachfrage ein. Borussia Mönchengladbach hat sich damit für das kommende Duell warmgeschossen - könnte man denken. Nicht so Hütter! Der 51-Jährige erklärte: "Ich bin immer sehr vorsichtig damit, weil man solche Spiele nicht miteinander vergleichen kann."

"Es geht nicht nur ums Prestige"

Für den Österreicher sind die beiden Duelle gegen Fürth und gegen Köln zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. "Erstens ist das ein Derby", betonte Hütter die bevorstehende Begegnung, bei der das Wort "Derby" schon allein für eine hohe symbolische Bedeutung steht. "Zweitens geht es da nicht nur ums Prestige, sondern der 1. FC Köln spielt auch einen ganz anderen Fußball als Greuther Fürth", merkte er weiter an und ergänzte: "Wir müssen uns dem Gegner anpassen, aber auch die eigenen Stärken versuchen vorzukehren."

Rose-Beispiel als Vorwarnung

Letztendlich weiß Hütter: Die Erfolge der vergangenen Wochen, die Serie von vier ungeschlagenen Spielen, das furiose 5:0 gegen den FC Bayern im Pokal und das souveräne 4:0 gegen Fürth können schnell in Vergessenheit geraten, wenn gegen den großen Rivalen vom Rhein nicht gewonnen wird. Diese Erfahrung musste auch sein Vorgänger Marco Rose machen, nachdem die Niederlage gegen Köln in der Vorsaison einen Negativ-Trend einleitete. Aus Fan-Kreisen wurde ihm vorgeworfen, den Ernst des Derbys nicht erkannt zu haben, weil er die Startelf kaputt rotiert hatte. Hütter ist also gewarnt und wird alles daran setzen, dass man ihm das nicht ankreiden kann.

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Tom Jacob  
22.11.2021