Rückkehrer brauchte Anlauf

Hartenbach: "Grifo hat einen Rucksack mitgeschleppt"

Grifo kam ab Mitte Dezember in Fahrt. Foto: TOM WELLER/POOL/AFP via Getty Images
Grifo kam ab Mitte Dezember in Fahrt. Foto: TOM WELLER/POOL/AFP via Getty Images

Luca Waldschmidt reiht sich in die lange Liste der Spieler ein, die der SC Freiburg mit hohem Gewinn verkauft hat. 15 Millionen Euro Ablöse bedeuten Rang drei der Rekord-Abgänge. Bei den Zugängen firmiert Vincenzo Grifo mit 'nur' sieben Millionen Euro auf Platz eins.

Soviel war den Breisgauern im Vorjahr die Rückkehr des Mittelfeldmannes wert. Er hatte sich 2017 Borussia Mönchengladbach angeschlossen, kam schon im Januar 2019 auf Leihbasis von der TSG Hoffenheim wieder zum Sportclub. Die endgültige Rückkehr aber wurde zur Hängepartie, ging erst zum Ende der Transferperiode über die Bühne. Nicht nur damit hatte Grifo zu knabbern. "Auch durch die erfolgreiche Vergangenheit bei uns hat Vince einen Rucksack mitgeschleppt", sagt Klemens Hartenbach gegenüber dem kicker. Die ersten Monate seien deshalb für den dreifachen italienischen Nationalspieler "im Kopf nicht einfach" gewesen.

Vier Tore, sieben Vorlagen nach dem 16. Spieltag

Tatsächlich kam Grifo erst richtig in Tritt, nachdem er wegen einer Rotsperre, als er seinem Trainer Christian Streich gegen David Abraham zur Seite sprang, dreimal zusehen musste. Ab dem 16. Spieltag Mitte Dezember sammelte er vier Tore und sieben Vorlagen in der Bundesliga. Hartenbach spricht von einem "großen Reifeprozess", der 27-Jährige selbst nennt sich etwas schelmisch einen "Spätzünder". In der neuen Saison will Grifo bei Freiburg von Beginn an Leistung zeigen. Und "mit Spaß, Engagement, Leichtigkeit und Aggressivität vorangehen".

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Lars Pollmann  
17.08.2020