"Das fehlt mir überhaupt nicht"

Harnik: Werder drängte ihn in Richtung Karriereende

Werder hatte keine Verwendung mehr für Harnik. Foto: PATRIK STOLLARZ/AFP via Getty Images
Werder hatte keine Verwendung mehr für Harnik. Foto: PATRIK STOLLARZ/AFP via Getty Images

Martin Harnik lässt seine Karriere seit Sommer beim Hamburger Oberligisten TuS Dassendorf ausklingen. Zuvor hatte er bei Werder Bremen seinen Vertrag aufgelöst, der den 33-Jährigen noch bis Ende der aktuellen Saison an den Klub band. Der Impuls dazu ging nicht vom ehemaligen österreichischen Nationalspieler aus.

"Es war nicht mein Wunsch, diesen Vertrag aufzulösen, sondern erst dann, als ich gemerkt habe, da werde ich im nächsten Jahr keine Rolle spielen", berichtet der Angreifer im Podcast kicker meets DAZN. "Den ersten Schritt zu meinem Karriereende hat Werder Bremen gemacht." Vor der Vertragsauflösung hatte der Klub Harnik vom Training der Profi-Mannschaft freigestellt, er hielt sich zeitweise individuell fit.

"Für den HSV hätte ich gerne noch mal was gut gemacht"

Eine reizvolle Option wäre für ihn gewesen, erneut beim Hamburger SV zu unterschreiben. Infolge des verpassten Aufstiegs endete eine Leihe in seine Geburtsstadt, die im Erfolgsfall einen permanenten Transfer nach sich gezogen hätte. "Für den HSV hätte ich gerne noch mal was gut gemacht aus dem letzten Jahr", sagt Harnik. Stattdessen ging es also in den Amateur-Fußball, der wegen der Corona-Pandemie schon länger ruht.

"Ich bereue die Entscheidung nullkommanull"

Harnik vermisst das Gefühl, in einer Mannschaft aktiv zu sein, und auch den Fußball als sportliches Ventil. Die Bundesliga und das Profidasein hingegen hat er wohl ganz gerne hinter sich gelassen. "Ich bereue die Entscheidung nullkommanull." Gerade wegen der Corona-Umstände: "Keine Zuschauer, komischer Freundschaftsspiel-Charakter jedes Wochenende, das fehlt mir überhaupt nicht." Harnik hatte für Werder in zwei Phasen seiner Laufbahn insgesamt 47 Profispiele absolviert.

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Lars Pollmann  
19.01.2021