Führungsspieler wegkomplimentiert

Hannover-Umbruch: Abfindungen doppelt so hoch wie Ablösen?

Bakalorz gehört zu den Abgängen, die Hannover kosteten. Foto: Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images
Bakalorz gehört zu den Abgängen, die Hannover kosteten. Foto: Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images

Hannover 96 hat in der abgelaufenen Transferperiode einen großen Umbruch vollzogen. Zwölf externe Neuzugänge konnten die Niedersachsen an Land ziehen. Nur zwei davon kosteten Geld. Kurioserweise zahlte der Klub für Abgänge mehr.

Dies berichtet Sport Bild. Demnach stehen Ausgaben von 700 000 Euro für Patrick Twumasi und 50 000 Euro für Sei Muroya insgesamt rund 1,5 Millionen Euro gegenüber, die für nicht mehr erwünschte Spieler zu Buche gingen. So soll die Abfindung für die Vertragsauflösung mit Marvin Bakalorz alleine 450 000 Euro betragen haben. Der Ex-Kapitän hatte erst nach dem Abstieg unter großem Jubel verlängert, Trainer Kenan Kocak hatte nun keine Verwendung mehr für ihn.

Hannover bezahlt verliehenen Zieler

Ähnliches galt für Felipe und Edgar Prib, die jeweils 200 000 Euro dafür erhalten haben sollen, dass sie Hannover 96 vor Vertragsende verlassen. Die größte Summe veranschlagt dem Magazin zufolge Ron-Robert Zieler, der zwar nur an den 1.FC Köln verliehen wurde, für den die Niedersachsen aber noch teilweise das Gehalt bezahlen. Insgesamt sollen die vier vormaligen Führungsspieler also doppelt so viel gekostet haben wie die einzigen Neuzugänge, die nicht ablösefrei oder auf Leihbasis kamen. Hannover 96 wird sich auch deshalb an der Saison messen lassen müssen. Der Start läuft gut: Nach drei Spieltagen steht die Kocak-Elf auf Platz zwei.

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Lars Pollmann  
07.10.2020