Degradierung im Saison-Finale

Heuer Fernandes: "Nächste Saison wieder und weiter Gas geben"

Im Saisonfinale war Heuer Fernandes plötzlich außen vor. Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images
Im Saisonfinale war Heuer Fernandes plötzlich außen vor. Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Dieter Hecking hat beim Versuch, den Hamburger SV zurück in die Bundesliga zu führen, in alle Trickkisten gegriffen. Im Saisonfinale kam es so zum überraschenden Wechsel zwischen den Pfosten. Julian Pollersbeck wurde vom dritten Keeper zur Nr.1, bei Daniel Heuer Fernandes war es der umgekehrte Weg. Er hegt keinen Groll und keine Abschiedsgedanken.

"Es war eine große Enttäuschung für mich. Es hat natürlich gedauert, sie zu verarbeiten", erklärt der 27-Jährige gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Nach dem 2:3 im Spitzenspiel gegen den VfB Stuttgart galt der Deutsch-Portugiese gewissermaßen als Sündenbock. Dennoch kam seine Degradierung vor der Partie gegen den SV Wehen Wiesbaden überraschend. Vor allem, weil Hecking Heuer Fernandes gleich ganz aus dem Aufgebot strich. "Es war nicht schön, aber der Trainer wollte mich da auch ein wenig schützen, weil die Entscheidung erst kurz vor dem Spiel fiel und die Enttäuschung noch groß war."

"Für mich ist die Situation klar"

Angesichts dieses schwer zu verdauenden Vorgangs wäre nicht überraschend gewesen, hätte Heuer Fernandes im Sommer das Weite gesucht. Vielleicht spielt eine Rolle, dass Hecking den Klub verlassen hat. Selbiges will der Torhüter jedenfalls nicht tun. "Für mich ist die Situation klar. Ich habe noch zwei Jahre Vertrag und fühle mich hier wohl. Ich werde nächste Saison wieder und weiter Gas geben", verspricht Heuer Fernandes. Passend dazu berichteten Medien zuletzt, Pollersbeck solle den HSV verlassen. 

Er kennt Thioune "nicht als Trainer, aber als Typen"

Unter Daniel Thioune ginge dann wieder Heuer Fernandes als Favorit auf den Stammkeeper-Posten in die Saison. "Ein neues Trainergespann heißt für jeden Einzelnen, dass es bei null anfängt. Jeder hat seine persönlichen Ziele, und die habe ich auch", sagt der gebürtige Bochumer. Seine Voraussetzungen sind nicht die schlechtesten. Mit Thioune hat er eine gemeinsame Vergangenheit beim VfL Osnabrück, wobei der neue HSV-Coach seinerzeit eine Nachwuchsmannschaft trainierte. "Ich kenne ihn zwar nicht als Trainer, aber als Typen. Wir haben uns damals schon ausgetauscht", sagt Heuer Fernandes.

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Lars Pollmann  
25.07.2020