Nach Sieg in Leverkusen

Hamann wütet wegen BVB-Elfmeter: "Absolut unverständlich"

Laut Dietmar Hamann hätte Dortmund in Leverkusen keinen Elfmeter erhalten dürfen. Foto: Imago.
Laut Dietmar Hamann hätte Dortmund in Leverkusen keinen Elfmeter erhalten dürfen. Foto: Imago.

Das Bundesligaspiel zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund (3:4) wurde durch einen Foulelfmeter für den BVB entschieden. TV-Experte Dietmar Hamann echauffierte sich über die Entscheidung von Schiedsrichter Daniel Siebert. 

Die entscheidende Szene ereignete sich in der 75. Minute. Beim Stande von 3:3 zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund wollte Bayer-Innenverteidiger Odilon Kossounou den Ball im Strafraum abschirmen und stellte im Zweikampf mit Marco Reus seinen Körper rein. Im Zuge dessen traf Kossounou den BVB-Kapitän mit der Hand im Gesicht. Nach Sichtung der TV-Bilder in der Review-Area zeigte Daniel Siebert auf den Punkt, den darauffolgenden Elfmeter verwandelte Erling Haaland zum 4:3 für Dortmund.

Hamann bringt kein Verständnis für Elfmeter auf

In den Augen von Dietmar Hamann hätte Leverkusen jedoch einen Punktgewinn verdient gehabt - auch wegen des Elfmeters: "Es war wahrscheinlich eines der Spiele der Saison. Das Spiel hat keinen Verlierer verdient gehabt. Für mich ist es absolut unverständlich, so einen Elfmeter zu geben. 3:3 wäre ein gerechtes und verdientes Ergebnis gewesen", sagte Hamann bei Sky

"Absolut unverständlich, wieso der Video-Assistant eingreift"

Der Ex-Profi betonte, Kossounou habe Reus unabsichtlich im Gesicht getroffen, weshalb es seiner Ansicht nach keinen Strafstoß hätte geben dürfen: "Das passiert im Sechzehner, wenn du den Körper reinstellst. Kossounou Absicht zu unterstellen, ist unverständlich", sagte Hamann und ergänzte: "Es war absolut unverständlich, wieso der Video-Assistant eingreift. Reus ist einen Meter hinter Kossounou, dann ist er gleichauf. Dann stellt er nur den Körper rein. Es geht Schulter gegen Schulter. Das ist ein versehentlicher Treffer, keine Absicht. Er stellt nur den Körper rein, dann ist noch die Hand von Reus dabei - dann wird er versehentlich im Gesicht getroffen."

Reus: "Er trifft mich, ich spüre es, deswegen gehe ich zu Boden"

Demgegenüber vertrat Reus die Meinung, dass die Entscheidung des Referees berechtigt war: "Ich wollte noch an den Ball kommen. Mein Gegenspieler versucht, ihn abzuschirmen. Ich versuche, von außen zu kommen. Dann trifft er mich mit dem Ellbogen", sagte Reus und ergänzte: "Er trifft mich, ich spüre es, deswegen gehe ich zu Boden. Der Schiedsrichter hat Elfmeter gepfiffen, von daher war es einer."

Florian Bajus  
12.09.2021