Kritik an FCB-Bossen

Hamann über Lewandowski: "...dann soll er gehen"

Lewandowski feierte mit dem FC Bayern den Gewinn der Meisterschaft. Foto: KERSTIN JOENSSON/AFP via Getty Images
Lewandowski feierte mit dem FC Bayern den Gewinn der Meisterschaft. Foto: KERSTIN JOENSSON/AFP via Getty Images

Um Robert Lewandowski kursieren viele Gerüchte, seit Samstag ist offiziell, dass der Stürmer den FC Bayern verlassen will. Dietmar Hamann rät bei einem adäquaten Angebot zu einem sofortigen Verkauf.

Robert Lewandowski will den FC Bayern am liebsten in diesem Sommer und spätestens 2023 verlassen. Ein Abnehmer soll schon bereitstehen, der FC Barcelona arbeitet Medienberichten zufolge mit Hochdruck an einem Transfer. Spekuliert wird über einen Dreijahresvertrag, der Lewandowski geboten werden könnte. Bei einer solchen Offerte rät Dietmar Hamann den Münchnern zu einem Verkauf: "Dann soll er gehen. Das war ein herausragender Spieler für die Bayern. Aber wenn nun ein Verein kommt und ihm offenbar einen Vertrag über drei Jahre anbietet – was die Bayern zurecht nicht tun – dann muss eben ein anderer kommen", sagte der TV-Experte im Interview mit der Augsburger Allgemeinen.

Bayern intern uneinig? 

Zugleich kritisierte Hamann die Haltung der Bayern-Bosse, denn angeblich plant Lewandowski seinen Abschied, weil noch keine ernsthaften Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung stattgefunden haben sollen. "Hier ist eine Unruhe und Unzufriedenheit hereingekommen, die man nicht mehr einfangen kann. Ich glaube, dass man sich intern nicht einig ist, wie mit Lewandowski umzugehen ist", sagte Hamann, der eine klare Ansage der Verantwortlichen vermisst: "Sie müssen auch mal rausgehen und sagen: Das können und wollen wir finanziell nicht machen. Das werden die Leute verstehen." 

Florian Bajus  
14.05.2022