Coronakrise

Bayern-Präsident warnt: "Menschen können sich vom Fußball entwöhnen"

Bayern-Präsident Herbert Hainer (l.) im Gespräch mit DFL-Boss Christian Seifert. Foto: Imago

Für den Profifußball liegt in der Coronakrise nicht nur eine wirtschaftliche Gefahr, die Klubs in Existenzkrisen bringen kann. Bayerns Präsident Herbert Hainer warnt davor, dass der Fußball auch emotional nicht mehr so sein könnte wie zuvor.

Die finanziellen Herausforderungen für die Klubs in der Bundesliga liegen auf der Hand. Auch darüber sprach Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern München, im Interview mit der Welt: "Ohne Zuschauer fehlen uns pro Heimspiel allein im Ticketing drei bis vier Millionen Euro. Sofern wir bis Saisonende vor leeren Rängen spielen müssen, reden wir von rund 100 Millionen Euro Umsatzverlust. Das ist alles andere als einfach zu kompensieren." Auch der deutsche Rekordmeister ist durch die derzeitige Krise massiv bedroht.

Fußball wichtig in der Pandemie

Doch auch auf anderen Ebenen droht der Bundesliga und dem FC Bayern München ein Verlust. "Dazu kommt der Schaden, den die Fußballkultur nimmt, weil sich die Menschen vom Fußball entwöhnen können. Das wäre sehr schade", warnte Hainer vor einem solchen Szenario, betonte aber auch: "Man merkt während dieser Pandemie, wie wichtig der Fußball als Teil des gesellschaftlichen Lebens ist." Um bestehen zu können, muss ich der Fußball aber ändern: "Die Erkenntnis wächst, dass es so wie zuletzt nicht mehr weitergehen kann." Auch deshalb hofft Hainer, dass sich die horrenden Summen im Profifußball in Zukunft auch nach der Krise weiter normalisieren. 

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Benjamin Heinrich  
15.11.2020