Jahreshauptversammlung

Hainer verspricht: FC Bayern "wird niemals ein kickender Konzern werden"

Herbert Hainer hat den Fans des FC Bayern ein Versprechen gegeben. Foto: Getty Images.
Herbert Hainer hat den Fans des FC Bayern ein Versprechen gegeben. Foto: Getty Images.

Auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern hat Vereinspräsident Herbert Hainer eine kleine Spitze in Richtung der internationalen Konkurrenz gesendet. Angesichts der Schulden des FC Barcelona verteidigte der 67-Jährige den finanziellen Fahrplan der Münchner.

Vereinzelt leistet sich der FC Bayern teure Fußballspieler wie Lucas Hernandez (80 Millionen Euro), Leroy Sane (49 Millionen Euro) oder Dayot Upamecano (42 Millionen Euro), allerdings hat sich der deutsche Rekordmeister klare Grenzen gesetzt. Leih-Transfers wie Ivan Perisic, Philippe Coutinho oder Douglas Costa sollten in den vergangenen Jahren ebenso wie die ablösefreien Spieler Tanguy Nianzou, Omar Richards und Alexander Nübel dabei helfen, den Kader zu geringen Kosten zu optimieren.

Hainer: "Wir lassen uns auf keinen Fall treiben von diesem Wahnsinn"

Speziell seit Beginn der Corona-Pandemie üben sich die Münchner im Vergleich zur internationalen Konkurrenz in Zurückhaltung. Auf der Jahreshauptversammlung verteidigte Vereinspräsident Herbert Hainer den eingeschlagenen Weg auf dem Transfermarkt: "Wir sind sportlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich gut durch diese Pandemie gekommen. Wir haben keinen Cent Schulden. Wir sind nicht fremdbestimmt, wir sind unabhängig, wir gehen unseren eigenen Weg, mit Sachverstand und Kreativität", sagte der 67-Jährige gemäß Spox und betonte: "Wir lassen uns auf keinen Fall treiben von diesem Wahnsinn da draußen."

"Der FC Bayern setzt Maßstäbe"

Allen voran die wirtschaftliche Situation des FC Barcelona sei ein mahnendes Beispiel dafür, in welche Schieflage ein Spitzenverein aufgrund zu hoher Ausgaben geraten kann: "Der FC Barcelona hat 1,3 Milliarden Euro Schulden", erinnerte Hainer. Der FC Bayern sei hingegen ein internationaler Vorreiter: "Der FC Bayern setzt Maßstäbe, darauf könnt ihr stolz sein", so der Präsident, der das Versprechen abgab, dass der Verein auch in Zukunft auf die Unterstützung externer Investoren verzichten wird: "Der FC Bayern wird niemals ein kickender Konzern werden, daran lassen wir uns alle messen." (Zitate via Bild). 

Florian Bajus  
25.11.2021