Bayern-Präsident im Siegestaumel

Hainer: "Das könnte der Beginn einer Ära sein"

Hainer wurde erst im November Nachfolger von Uli Hoeneß. Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images
Hainer wurde erst im November Nachfolger von Uli Hoeneß. Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Der FC Bayern hat am Sonntag das zweite Triple der Vereinsgeschichte perfekt gemacht. Die Münchner sind im Kalenderjahr 2020 fraglos das beste Team der Welt. Herbert Hainer sieht den Klub vor Goldenen Zeiten.

"Das könnte durchaus der Beginn einer Ära sein", so der Präsident gegenüber Sport Bild. Die Mannschaft habe man in den vergangenen Jahren gezielt verjüngt, "um einen Umbruch zu schaffen nach der Zeit eines Arjen Robben oder Franck Ribery." Gleichzeitig stehen ihr aber noch arrivierte Kräfte wie Manuel Neuer, Thomas Müller und Robert Lewandowski zur Seite. "Der Mix ist daher unheimlich gut", lobt Hainer die Arbeit der sportlich Verantwortlichen. Jedoch will er nicht davon tönen, der FC Bayern sei nun auf Jahre hinaus unschlagbar.

"Quäntchen Glück" für den Titel

Womöglich erinnert er sich dabei an die historische Fehleinschätzung von Franz Beckenbauer, der nach der Wiedervereinigung die deutsche Nationalmannschaft für Jahre unbesiegbar erklärte, die dann aber 1992 das EM-Finale gegen Dänemark verlor und bei der WM 1994 im Viertelfinale an Bulgarien scheiterte. "Unsere Wettbewerber versuchen ebenfalls, sich weiter zu verstärken, zudem braucht man für so einen Titel das Quäntchen Glück", erklärt der frühere adidas-Manager Hainer. Eine Sorge braucht sich beim FC Bayern aber niemand machen.

"Beim FC Bayern zu sein ist ein Privileg"

"Warum sollte jemand aus dieser Mannschaft wegwollen?", fragt Hainer rhetorisch. "Beim FC Bayern zu sein, dem besten Verein in Europa, der gerade die Champions League, das
Triple gewonnen hat, und finanziell sehr gut geführt ist, ist auch ein Privileg." Mit Ausnahme von Thiago Alcantara, der seinen Wunsch, eine neue Aufgabe anzutreten, bereits verkündet hat, dürfte die Mannschaft also zusammenbleiben. Die große Frage hierbei betrifft David Alaba. Die besten Argumente hat sein Klub laut Hainer über die letzten Monate gesammelt.

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Lars Pollmann  
26.08.2020