Real-Neuling

Hainer: Bei Alaba "haben wir ein klares Signal gesendet"

Bayern hat Alaba ablösefrei ziehen lassen. Foto: Imago
Bayern hat Alaba ablösefrei ziehen lassen. Foto: Imago

Die Corona-Krise hat den Fußball weiter fest in den Klauen. Nur wenige Vereine, vornehmlich Klubs aus England und Paris Saint-Germain, scheinen beinahe unberührt ihrer Geschäfte nachzugehen. Der FC Bayern und Präsident Herbert Hainer können und wollen das Spiel nicht ausreizen.

Der Sparkurs des deutschen Rekordmeisters, jedenfalls im Vergleich zu manchen internationalen Rivalen, ist dabei aus Sicht von Hainer noch nicht vollends in der Branche durchgedrungen. "Ich habe bei den Beratern noch kein großes Umdenken bemerkt. Sie haben es ja im Fall David Alaba miterlebt, dass wir als Verein irgendwann gesagt haben: 'So, jetzt ist Schluss. Jetzt wollen wir nicht mehr'", erklärt der Bayern-Boss gegenüber der Münchner tz.

"Pfad der wirtschaftlichen Stabilität nicht verlassen"

Der Rekordmeister hatte sein Vertragsangebot für Abwehr-Allrounder Alaba zurückgezogen, der Österreicher stellte dem Vernehmen nach zu hohe Forderungen. Ihn zog es nun zu Real Madrid. Sein jetziger Ex-Klub kassierte keinen Cent Ablöse von Real, blieb aber standhaft. "Wir haben damit ein klares Signal gesendet. Der FC Bayern wird seinen Pfad der wirtschaftlichen Stabilität nicht verlassen", betont Hainer.

"Wir werden das Gehaltsgefüge nicht sprengen"

"Darum haben wir ja auch gesagt, dass wir in diesem Sommer keine großen Transfers mehr tätigen werden, weil wir wegen der Corona-Krise auf Sicht fahren und schauen müssen, dass wir das gut überstehen", erklärt der Bayern-Präsident weiter. "Wir werden das Gehaltsgefüge nicht sprengen." Die Münchner haben in diesem Sommer unter den Profis nur für Dayot Upamecano eine Ablöse an RB Leipzig gezahlt. Der zweitgrößte Posten war die Verpflichtung von Trainer Julian Nagelsmann ebenfalls von den Sachsen.

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Lars Pollmann  
20.07.2021