Hertha BSC

Haderer Schwarz: "Frau hatte nicht viel Spaß am Wochenende"

Schwarz verlor am Freitag spät zwei sichergeglaubte Punkte. Foto: Getty Images
Schwarz verlor am Freitag spät zwei sichergeglaubte Punkte. Foto: Getty Images

Sandro Schwarz war am Freitagabend auf bestem Wege, bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte in Mainz mit Hertha BSC drei Punkte zu holen. Tief in der Nachspielzeit gingen zwei davon durch die Lappen, weil die Rheinhessen ausgleichen konnten. Beim selbstkritischen Gästetrainer hat es ein großes Nachdenken ausgelöst.

Ein Gedanke, der den Chefcoach der Berliner umgetrieben hat, dreht sich um seine Wechselentscheidungen. Kevin-Prince Boateng hätte mit seiner Erfahrung womöglich für mehr Ruhe gesorgt, erlebte die bittere Nachspielzeit aber von der Bank aus. "Wenn man die fußballerische Komponente sieht, wäre er eine tolle Option gewesen. Das ist etwas, wo ich mich hinterfrage. Ganz egal, ob es gut oder weniger gut läuft", zitiert der Berliner Kurier den Übungsleiter. 

"Mensch, der manchmal zu hart mit sich ins Gericht geht"

Er sei grundsätzlich "der Mensch, der auch manchmal zu hart mit sich selbst ins Gericht geht", sagt Schwarz über sich selbst. Zwar könne niemand wissen, ob Hertha den späten Gegentreffer bei anderer personeller Konstellation vermieden hätte, doch genau mit diesen Gedanken hat sich der Trainer seither beschäftigt: "Was hättest du anders machen können? Vielleicht wäre es dann nicht passiert. Dieser Prozess ging bei mir jetzt schon zwei Tage. Meine Frau hatte also nicht viel Spaß am Wochenende", scherzt Schwarz. Der Gattin dürfte insofern die Länderspielpause entgegenkommen. Zumindest kann der Hertha-Coach keine spieltagsbezogene Arbeit mit nach Hause nehmen.

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Lars Pollmann  
20.09.2022