Torwart mit Licht und Schatten

Gulacsi: "Wenn man nicht auf das Top-Level kommt ..."

Das zweite Gegentor ging auf die Kappe von Gulacsi. Foto: MANU FERNANDEZ/POOL/AFP via Getty Images
Das zweite Gegentor ging auf die Kappe von Gulacsi. Foto: MANU FERNANDEZ/POOL/AFP via Getty Images

Peter Gulacsi erlebte das Aus im Halbfinale der Champions League von RB Leipzig mit einem Mix aus Licht und Schatten. Sein Fehler vor dem zweiten Tor von Paris Saint-Germain sorgte kurz vor der Halbzeitpause für die Vorentscheidung, mit vielen Paraden bewahrte der Ungar sein Team aber auch vor einer richtigen Packung.

"Wenn man nicht auf das Top-Level kommt, ist es schwer, mitzuhalten. Wir haben von der ersten Minute gemerkt, dass es eine noch stärkere Mannschaft ist als Atletico", gab der Keeper nach der Partie bei Sky zu Protokoll. Den Sachsen habe es an der Qualität in den Zweikämpfen und an Genauigkeit gefehlt. Sie produzierten viele Foulspiele und Fehlpässe. Keiner davon war so kostspielig wie der, der Gulacsi selbst unterlief.

"Einfach blöd mit so einem Fehlpass"

Unter Gegnerdruck spielte er den Ball flach ins Zentrum, außer Reichweite des Adressaten Marcel Sabitzer. "Der Ball war zu scharf", nahm Gulacsi das Tor auf seine Kappe. "Wir wollen immer von hinten rausspielen und den Gegner ein bisschen locken. Es ist einfach blöd, mit so einem Fehlpass ein Tor zu kassieren." Es sei aber auch das Leben eines Torwarts, dass eigene Fehler häufig unmittelbar bestraft werden. Und später machte Gulacsi seinen Lapsus zumindest insoweit wett, dass er Leipzig vor einer sehr deutlichen Niederlage bewahrte.

Kein "perfekter Tag mit einer perfekten Leistung"

"An einem perfekten Tag mit einer perfekten Leistung hätten wir vielleicht eine Chance gehabt", musste der Nationalspieler anerkennen, dass PSG in der aktuellen Verfassung ein schier unüberwindliches Hindernis darstellte. Dennoch ist die Enttäuschung über den geplatzten Traum vom Finale groß. Erst in einigen Tagen könne die Mannschaft von RB Leipzig "vielleicht stolz sein auf das, was wir erreicht haben".

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Lars Pollmann  
19.08.2020