Belastetes Verhältnis des Kapitäns zum Trainer

Guilavogui zu Glasner: "Ich bin froh, dass er weg ist"

Das Verhältnis von Captain zu Coach zerbrach. Foto: Imago
Das Verhältnis von Captain zu Coach zerbrach. Foto: Imago

Oliver Glasner hat den VfL Wolfsburg mit der Qualifikation zur Champions League verlassen. Der Erfolgscoach schließt sich bekanntlich Eintracht Frankfurt an, wird von Mark van Bommel ersetzt. Josuha Guilavogui weint dem Österreicher keine Träne nach.

"Ich bin froh, dass er weg ist, weil es für mich persönlich die schlimmste Beziehung war, die ich jemals zu einem Trainer in meiner Laufbahn hatte", so der Defensiv-Allrounder gegenüber dem Portal Sportbuzzer. Es ging so weit, dass Guilavogui den VfL hätte verlassen wollen, wäre Glasner über das Saisonende hinaus Trainer geblieben. Das Verhältnis des 30-Jährigen zum Übungsleiter zerbrach daran, dass er keinen Stammplatz mehr innehatte und dafür keine ausreichende Erklärung bekam.

"Innerlich war ich wie ein Vulkan"

"Mal war das Bauchgefühl ein Argument, dann hat er mir mal gesagt, er möchte das Team nicht verändern, weil es viele Spiele in Folge gewonnen hatte", erklärt Guilavogui. Der Franzose kam in der abgelaufenen Saison auf insgesamt 26 Einsätze, weniger als die Hälfte davon erlebte er aber in der Startformation. "Innerlich war ich wie ein Vulkan, aber nach außen hin habe ich mir das nicht anmerken lassen, sondern habe immer versucht, meine Mitspieler zu unterstützen", so der Spielführer.

"Bin ein Spieler, der spielen muss"

Überhaupt sei es eine Stärke der Mannschaft gewesen, dass während der Saison keine Interna nach außen drangen. So gelang es Wolfsburg auch trotz der vielen Querelen um Glasner und Sportchef Jörg Schmadtke sportlich auf Kurs zu bleiben. Dass sich die Wege trennen würden, schien aber schon früh unausweichlich. Womöglich wäre dies auch passiert, hätte Glasner nicht in Frankfurt angeheuert. Für Guilavogui soll derweil ein Gespräch mit van Bommel Klärung bringen. Grundsätzlich will er beim VfL bleiben. "Aber ich bin ein Spieler, der spielen muss. Wenn ich jetzt sage, ich nehme mein Geld hier und setze mich auf die Bank, dann ist das für mich so etwas wie der Anfang der Rente."

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Lars Pollmann  
08.06.2021