Zorniges ZDF-Interview

Gündogan: "Musste etwas Dampf ablassen"

Gündogan hatte den Kaffee auf. Foto: Matthias Hangst/Getty Images
Gündogan hatte den Kaffee auf. Foto: Matthias Hangst/Getty Images

Die deutsche Nationalmannschaft hat am Sonntag auch im zweiten Spiel der laufenden Nations League einen 1:0-Sieg aus der Hand gegeben. Der Treffer von Ilkay Gündogan in der Schweiz reichte nicht, der Mittelfeldmann reagierte nach der Partie unwirsch.

Mit deutlichen Worten machte der Spieler von Manchester City seine Unzufriedenheit deutlich. Dabei nahm er sich unter anderem Julian Brandt vor, der den Gegentreffer mit einem Fehlpass eingeleitet hatte. "Ich war vor allem über die 2. Halbzeit so verärgert, dass ich etwas Dampf ablassen musste im Interview. Direkt nach Abpfiff war das natürlich dann noch mit vielen Emotionen verbunden", erklärt Gündogan im Nachgang der Bild-Zeitung. 

"Qualitätsfrage sehe ich nicht"

Das DFB-Team habe es dem Gegner als Mannschaft zu leicht gemacht, klagt der 29-Jährige dabei. Allerdings wolle er seine Kritik nicht auf einzelne Spieler gemünzt sehen, wenngleich sie eben genau danach klang. "Wir müssen das im Kollektiv besser lösen – da nehme ich mich auch nicht heraus", so Gündogan. Mit zwei Punkten aus zwei Spielen sei jedenfalls keine große Zufriedenheit im Team Deutschland vorhanden. Dass dem DFB-Team wichtige Profis des FC Bayern und von RB Leipzig fehlten, darf nicht als Ausrede herhalten. "Eine Qualitätsfrage sehe ich nicht", so Gündogan. "Im Gegenteil: Wir stehen alle bei Top-Klubs unter Vertrag." Allein die Hälfte des DFB-Aufgebots verdient ihre Brötchen dabei außerhalb von Deutschland bei international anerkannten Klubs.

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Lars Pollmann  
08.09.2020