Schalke gegen BVB

Großkreutz: "Nehme das Wort Schalke schon in den Mund"

Kevin Großkreutz in seiner Zeit bei Borussia Dortmund.
Kevin Großkreutz in seiner Zeit bei Borussia Dortmund. (Foto: PATRIK STOLLARZ/AFP via Getty Images)

Zwölf Revierderbys hat Kevin Großkreutz in seiner Karriere aktiv bestritten. Seit einigen Jahren blickt der Rechtsverteidiger nur noch als Zuschauer und Fan auf das brisante Duell. Was es bedeutet, wenn der FC Schalke 04 auf Borussia Dortmund trifft, weiß der 32-Jährige aber noch ganz genau.

"Das ist ein Derby. Das bedeutet für Dortmund als auch für die andere Seite alles", erklärte Großkreutz im Sky-Interview vor dem Aufeinandertreffen beider Teams am morgigen Samstag (18.30 Uhr). Auffällig dabei, dass der Weltmister von 2014, der sechs Jahre für Borussia Dortmund spielte und noch immer bekennender Anhänger ist, kaum den gegnerischen Vereinsnamen benutzte. "Manchmal habe ich das noch als Fan so drinnen, aber ich nehme das Wort Schalke schon in den Mund."

"War immer die ganze Woche angespannt"

Die Tage vor dem Derby waren stets ganz besondere. "Es ist egal, für welche Mannschaft man ist. Als Spieler geht man zum Beispiel zum Bäcker und wird auf das Derby angesprochen, man geht durch die Stadt und wird darauf angesprochen. Jeder fiebert nur auf das Derby hin und für die Menschen im Ruhrpott ist es das Größte", kennt Großkreutz die Leidenschaft aus eigener Erfahrung. "Ich war immer die ganze Woche angespannt und habe mich nur darauf gefreut. Wenn am Mittwoch ein Champions League-Spiel war, dann war es sehr schwer, sich darauf zu konzentrieren, weil Samstag das Derby war."

"Revierderby würde allen Menschen fehlen"

Dass seit einem knappen Jahr keine Zuschauermassen mehr ins Stadion dürfen, darunter leidet der Fußball sehr. Das Revierderby vielleicht noch mehr. "Da fehlen einfach die Emotionen, dass alle bei einer Grätsche oder einem Foulspiel aufspringen", findet der Ex-Profi, der heutzutage bei TuS Bövinghausen in der sechsten Liga unter Vertrag steht. Sollte der FC Schalke 04 absteigen, würde allerdings auch Großkreutz etwas verloren gehen. "Da braucht man nicht zu diskutieren, das Derby würde nicht nur im Ruhrpott, sondern allen Menschen fehlen."

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Tom Jacob  
19.02.2021