VfB Stuttgart

Große Frankreich-Clique? Matarazzo sieht keine Gefahr

Die Franzosen wie Millot und Coulibaly sind gut integriert. Foto: Getty Images
Die Franzosen wie Millot und Coulibaly sind gut integriert. Foto: Getty Images

Der VfB Stuttgart hat auf den Verkauf von Sasa Kalajdzic mit der Verpflichtung von Serhou Guirassy reagiert. Der Angreifer passt mit seiner körperlichen Präsenz in das gesuchte Profil, hat zudem beim 1.FC Köln erste Bundesliga-Erfahrungen gesammelt. Er vergrößert die Gruppe der Franzosen bei den Schwaben. Pellegrino Matarazzo sorgt sich nicht vor der Grüppchenbildung.

"Es ist nicht außergewöhnlich, dass sich in einer Fußballmannschaft Gruppen bilden, so auch bei uns", so der Chefcoach gegenüber der Bild-Zeitung. Neben Guirassy gehören Naouirou Ahamada, Tanguy Coulibaly und Enzo Millot zur 'French Connection', zudem Silas Katompa Mvumpa, der aus dem Kongo stammt, aber in jungen Jahren nach Frankreich gezogen ist. "Eine Gefahr besteht dann, wenn einzelne Gruppen zu wenig mit dem Rest der Mannschaft kommunizieren. Das ist aber bei uns nicht der Fall", erklärt Matarazzo.

Matarazzo spricht deutsch, englisch und italienisch

Zur Integration der genannten Spieler trägt bei, dass sie nicht ständig vom Klub in der eigenen Landessprache angesprochen werden. Teamsitzungen etwa werden nicht simultan übersetzt. Dem Boulevardblatt zufolge verstehen Guirassy und Silas genügend deutsche Fußballvokabeln, mit Coulibaly und Millot spreche Matarazzo englisch, mit Ahamada italienisch, nachdem der Mittelfeldmann jahrelang bei Juventus gespielt hat.

Ex-Profi Reichert fungiert als Übersetzer

"Wir arbeiten in den Besprechungen viel mit Bildern. Peter Reichert ziehen wir hinzu, wenn wir zum Beispiel bei Einzelgesprächen das Gefühl haben, dass seine Einbindung sinnvoll ist", sagt Matarazzo. Reichert fungiert als Team-Betreuer und bisweilen als Übersetzer für die französischsprachigen Spieler. Der 61-Jährige hat selbst 160 Spiele für den VfB Stuttgart gemacht und war später jahrelang in Frankreich aktiv. Im Sinne des Zusammenhalts der verschiedenen Gruppierungen im Kader kommt er als Dolmetscher aber nicht zu oft zum Einsatz.

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Lars Pollmann  
07.09.2022