Neuer Sportvorstand

Große Chance? So will Krösche den Eintracht-Umbruch nutzen

Markus Krösche hat seinen neuen Job bei der Eintracht angetreten. Foto: Imago

Eintracht Frankfurt stellt sich in diesem Sommer sportlich neu auf. Mit Markus Krösche ist ein neuer Sportvorstand an Bord, mit Oliver Glasner stößt ein neuer Trainer dazu. Für den Sportboss eine große Chance.

In den vergangenen Jahren erlebte Eintracht Frankfurt vor allem im Kader stetig einen Umbruch. Das soll in diesem Sommer anders sein. Der Umbruch hat sich bereits auf andere Ebene vollzogen. Dieser fand bei der sportlichen Leitung statt, wurde größer als erwartet und war so nicht geplant. Zunächst machte Ex-Sportvorstand Fredi Bobic seinen Wechselwunsch öffentlich, später folgte Ex-Trainer Adi Hütter. Es begann die große Suche nach den Nachfolgern, die die Verantwortlichen nun beendet haben. Das erste große Puzzleteil war dabei Markus Krösche, der die Bobic-Nachfolge antritt und schon offiziell vorgestellt wurde. Er war es dann auch, der Oliver Glasner aus neuen Coach verpflichtete, wodurch das Gerüst für die kommende Saison steht.

Krösche stellt seinen Staff zusammen

Für den 40-jährigen Krösche, der von RB Leipzig kommt, wo er als Sportdirektor arbeitete, bietet der Umbruch neben allem Bedauern über die Abgänge auch Möglichkeiten. "Für uns ist das wirklich auch eine Chance, die Dinge anzugehen, mit neuem Personal", sagte er auf Nachfrage von fussball.news. Die Chance, vor allem auch vertraute Persönlichkeiten mitzubringen und schon beim Amtsantritt selbst einen Trainer auszuwählen. Krösche hat die Möglichkeit den sportlichen Bereich so aufzustellen, wie er es für richtig hält. Mit Timmo Hardung (kommt ebenfalls von RB Leipzig) als neuen Leiter der Lizenzspielerabteilung und Ole Siegel, den Krösche aus Paderborner Zeiten kennt, als Referenten des Sportvorstandes sind erste Entscheidungen getroffen. Mit Sebastian Frank wird ein neuer Scoutkoordinator folgen, er kommt von Borussia Dortmund.

Mit neuem Personal "Weiterentwicklung forcieren"

Neue Funktionäre, neue Ansätze. Das weiß auch Krösche, der gleichzeitig mit Ben Manga als Direktor Profifußball auf eine verlässliche Konstante der letzten Jahre zählen kann: "Das neue Personal hat auch positive Aspekte. Neuer Input, neue Ansprache. Damit können wir die Weiterentwicklung forcieren. Das ist eine gute Möglichkeit, damit Eintracht Frankfurt die nächsten Schritte macht." Dass Krösche darüber hinaus mit Oliver Glasner vom VfL Wolfsburg auch seinen Wunschtrainer zu Amtsbeginn verpflichten konnte, eröffnete ihm zusätzliche Gestaltungsmöglichkeit. An der allerdings wird sich der neue Sportboss, freilich gerne, in der Zukunft auch messen lassen müssen. "Ich habe keine Angst vor der Fallhöhe. Ich habe meinen Weg", sagte Krösche auch. In Frankfurt ist es einer mit vielen Chancen. 

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Benjamin Heinrich  
02.06.2021