Hoffenheim verliert Skov und Montagsspiel

Grillitsch mit Schiri-Schelte: "Kein Bundesliga-Niveau!"

Skov sah in der Schlüsselszene Rot. Foto: Matthias Hangst/Getty Images
Skov sah in der Schlüsselszene Rot. Foto: Matthias Hangst/Getty Images

Die TSG Hoffenheim hat ihren Negativ-Trend in der Bundesliga am Montagabend daheim gegen Union Berlin nicht aufhalten können. Die Kraichgauer verloren das dritte ihrer letzten vier Spiele. Als Knackpunkt machte nicht nur Florian Grillitsch den Platzverweis für Robert Skov aus. Für den Mittelfeldmann stellt die Szene einen mittelschweren Skandal dar.

"Es war es ein gutes Montagsspiel, es waren auf beiden Seiten Chancen da und es ging hin und her. Ich glaube, der einzige, der kein Bundesliga-Niveau hatte, war der Schiedsrichter, ganz klar", zog der Österreicher beim Streamingdienst DAZN vom Leder. Der Unparteiische Robert Hartmann habe fachlich nicht überzeugen können und zudem schlecht mit den Spielern kommuniziert, wettert Grillitsch. "Das war bodenlos für mich."

"Schauen Sie sich mal den Griesbeck an"

In erster Linie ging es dem Nationalspieler um die Schlüsselszene in der 58. Minute. Skov stieß Marius Griesbeck im Strafraum, der Union-Profi ging zu Boden. Hartmann entschied auf Strafstoß und zeigte glatt Rot, weil Skov seinem Gegenspieler eine klare Torchance genommen hatte. Der Elfmeterpfiff gilt unter Experten als diskutabel, die persönliche Strafe allerdings ist nur ihre logische Folge. Grillitsch will das aber so nicht akzeptieren. "Schauen Sie sich mal den Griesbeck an, der ist 1,90 Meter groß und hat sicher 85 Kilo. Dann kommt eine Berührung auf der Schulter und der fliegt", so der 25-Jährige. 

"Dann gibt es ja nur noch Rote Karten"

Es sei daher allenfalls ein Elfmeter, "den man geben kann", sagt Grillitsch. "Aber wenn das eine Rote Karte ist, dann gibt es ja nur noch Rote Karten." Was der Hoffenheim-Profi übersieht oder nicht wahrhaben will: Skov flog nicht für die Schwere seines Vergehens vom Platz. Die vielzitierte Doppelbestrafung erhielt er, weil er gegen Griesbeck nach Ansicht von Hartmann die Notbremse zog und dabei nicht um den Ball kämpfte.

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Lars Pollmann  
03.11.2020