In Frankfurt

Griff an die Cojones: So erhitzte BVB-Stürmer Haaland die Gemüter

BVB-Stürmer Erling Haaland (Nummer 9) im Disput mit Frankfurts Martin Hinteregger. Foto: Getty Images

Erling Haaland von Borussia Dortmund ist ein Weltklassestürmer - und kein Kind von Traurigkeit. Während des 3:2-Siegs bei Eintracht Frankfurt schlug der Norweger mehrmals über die Stränge und hatte Glück, dass er nach den 90 Minuten noch auf dem Platz stand. 

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Beim 2:3 zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund vergaß BVB-Torjäger Erling Haaland mehrmals seine gute Manieren. Nach einem Disput mit Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger, weil dieser ihn in der 87. Minute nach dem 2:2 der Dortmunder nicht den Ball aus dem Netz holen ließ, meinte der deutlich hörbar über die Außenmikrofone zum Österreicher: "F*** you! F***ing idiot!" Beide Spieler sahen die Gelbe Karte, Glück für den 21-jährigen Norweger, dass Schiedsrichter Robert Schröder seine Wortwahl scheinbar nicht hörte, sonst hätte wohl gar der Platzverweis gedroht. 

Haaland greift sich zwischen die Beine

Doch bereits gelbverwarnt ließ sich der Angreifer in der Nachspielzeit nach eigenem Zeitspiel auf eine Diskussion mit Frankfurts Doppeltorschütze Rafael Borre ein. Dabei wiederholte er auf Spanisch ständig "Que pasa?" (deutsch: "Was ist los?") und griff sich mit Drohgebärden zwischen die Beine - vor den Augen Schröders. Wieder Glück für Haaland, dass er in der Situation - anders als Borre - nicht die Gelbe Karte sah, sonst wäre er spätestens hier vom Platz geflogen. Borre wollte sich nach dem Spiel nicht zur Aktion äußern. Wie fussball.news aber weiß, war die Eintracht alles andere als glücklich über die Haaland-Alüren auf dem Platz. 

Rose äußert sich

Das wusste auch BVB-Coach Marco Rose nach dem Spiel auf Nachfrage von fussball.news richtig einzuordnen: "Wir sind jetzt alle unversehrt davongekommen. Es gab keine Rote Karte. Das freut mich und Oli (Anm. d. Red.: Oliver Glasner, Eintracht-Coach) vor allen Dingen." Der 45-Jährige spielte die Emotionen gleichzeitig aber runter: "Da war jetzt nicht nur Erling dran beteiligt. Da standen viele Menschen, die sich was zu sagen hatten. Fußball besteht aus Emotionen. Es war ingesamt ein emotionales Spiel mit Momenten auf beiden Seiten. Das hat sich so entwickelt. Ich war jetzt nicht live dabei, ich kann und will nicht sagen, wer schuld hat und wer nicht." Zu konstatieren bleibt aber wohl, dass ein Weltklassestürmer wie Haaland solche Scharmützel nicht nötig hat. 

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Benjamin Heinrich  
09.01.2022