Mentale Müdigkeit

Goretzka: Bayern nimmt nach all den Erfolgen "den Fuß zu früh vom Gaspedal"

Auch Leon Goretzka musste gegen die Hertha mächtig schnaufen. Foto: Imago

Der 4:3-Erfolg gegen Hertha BSC war für den FC Bayern München ein hart erkämpfter. Mittelfeldmann Leon Goretzka sprach danach auch von mentaler Müdigkeit.

Den Treffer zum 4:3 erzielte der FC Bayern in der Nachspielzeit per Elfmeter. "Für das Spiel heute wurde das Wort Arbeitssieg erfunden", fasste Bayerns Leon Goretzka den Sieg über Hertha BSC auf Sky zusammen. Warum sich die Elf von Trainer Hansi Flick gegen die Berliner so schwer tat, sei durchaus komplex: "Die Gründe liegen im Detail." Zugeben musste der 25-Jährige allerdings, "dass man in der aktuellen Situation, nach den Erfolgen, die wir gefeiert haben, den Fuß vielleicht zu früh vom Gaspedal nimmt." Der FC Bayern München führte gegen die Herthaner zwischenzeitlich mit 2:0, führte nach deren Comeback auch wieder mit 3:2 und machte es dennoch spannend bis zum Schluss.

Nationalspieler thematisiert die hohe Belastung

Goretzka erklärte den Spielverlauf auch mit mentaler Müdigkeit: "Die fängt immer im Kopf an. Wir sind Leistungssportler und auch dafür gemacht, das abzurufen. Aber die Belastung ist extrem hoch, keine Frage." Vor dem Spiel habe Trainer Flick Bilder aus der Zeit nach dem Re-Start gezeigt. "Nach dem Lockdown sind wir wie die Wahnsinnigen über den Platz gesprintet. Das ist nicht mehr der Fall", befand der Nationalspieler. Die Länderspielpause soll nun Erholung für die Spieler der Münchener sein - vor allem für den Kopf.

 

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Benjamin Heinrich  
04.10.2020