Ex-Weltmeister blickt zurück

Götze über Bayern-Zeit: "War großartig, unter Pep dabei zu sein"

Mario Götze konnte der Zeit beim FC Bayern Positives abgewinnen. Foto: Imago.
Mario Götze konnte der Zeit beim FC Bayern Positives abgewinnen. Foto: Imago.

Von 2013 bis 2016 spielte Mario Götze für den FC Bayern. Von nachhaltigem Erfolg war seine Zeit beim Rekordmeister nicht gekrönt, dennoch konnte er ihr Positives abgewinnen.

Für 37 Millionen Euro wechselte Mario Götze im Sommer 2013 von Borussia Dortmund zum FC Bayern. Die Münchner waren gerade Triple-Sieger und heuerten Pep Guardiola als Cheftrainer an, unter dessen Leitung Götze in seiner ersten Saison 45 Mal zum Einsatz kam und 28 Scorerpunkte sammelte (15 Tore, 13 Assists), später aber häufig auf die Bank versetzt wurde.

Götze hätte auch zum FC Barcelona wechseln können

Auch nach seiner Rückkehr zu Borussia Dortmund im Sommer 2016 erhielt Götze keinen Stammplatz und konnte nicht an seine vorherigen Leistungen anknüpfen. Angesprochen darauf, ob er mit dem Wechsel nach München hadere, sagte Götze gegenüber 11Freunde: "Sicher kann man dis­ku­tieren, ob es besser gewesen wäre, 2013 ein Jahr länger in Dort­mund zu bleiben und dann zu wech­seln. Wenn nicht nach München, dann viel­leicht sogar nach Bar­ce­lona, die mir im selben Jahr ein Angebot machten." Auf der anderen Seite sei es "großartig" gewesen, "unter Pep in dem frisch­ge­ba­ckenen Triple-Team dabei zu sein", sagte Götze und betonte: "Genau diese Erfah­rungen haben mich zu der Person und dem Ath­leten gemacht, der ich bin. Ich möchte nichts missen."

"Konnte kein Training mit Halbgas angehen"

So habe er auch aus den Trainingseinheiten an der Säbener Straße viel lernen können: "Da konnte ich kein Trai­ning mit Halbgas angehen, ich musste bei allem voll da sein. Aber es war auch sehr moti­vie­rend, mit Anfang zwanzig zu erleben, wie Rou­ti­niers wie Arjen (Robben, d. Red.) und Franck (Ribery, d. Red.) in jeder Situa­tion pushten", sagte Götze und betonte: "Diese Ein­stel­lung hat mich dahin gebracht, noch mehr aus mir her­aus­holen zu wollen."

Florian Bajus  
04.05.2021