Laut Enthüllungsbuch

Götze, Draxler, Baku: Diese Spieler wollte Flick bei Bayern

Draxler hätte Kollege von Goretzka werden können. Foto: Getty Images
Draxler hätte Kollege von Goretzka werden können. Foto: Getty Images

Hansi Flick hat beim DFB-Team einen beeindruckenden Start hingelegt. Nach sieben Siegen in sieben Spielen als neuer Bundestrainer scheint seine erfolgreiche Zeit beim FC Bayern schon weit in der Vergangenheit zu liegen. Sie endete dem Vernehmen nach auch, weil das Verhältnis zu Hasan Salihamidzic gestört war.

Als ein Hauptgrund gilt, dass Flick für sich zu wenig Einfluss auf das Transfergeschäft des FC Bayern erkannt haben soll. Tatsächlich setzte der Rekordmeister wohl nur wenige Vorschläge des Übungsleiters um, wie Sport-Bild-Reporter Christian Falk in seinem Buch 'Bayern Insider' (Riva Verlag) schildert. Unter anderem beleuchtet er darin die Gerüchte um eine Rückholaktion von Mario Götze.

Draxler war "Thema für Flick, weniger für den Klub"

"Mit Götze haben sowohl Flick als auch Uli Hoeneß wohlwollend über einen Wechsel zur Saison 2020/21 telefoniert", schreibt Falk. Im Vorstand habe aber die Überzeugung gefehlt, den bei Borussia Dortmund ausgeschiedenen Mittelfeldmann und WM-Helden zu holen. "Julian Draxler, Paris Saint-Germain, war zu dem Zeitpunkt ebenfalls ein Thema für Flick, weniger aber für den Klub", heißt es weiterhin. Der Chefcoach habe sich zudem vergeblich für eine Verpflichtung von Ridle Baku stargemacht, der stattdessen vom FSV Mainz 05 zum VfL Wolfsburg ging.

"Vertrauensbruch" wegen Hudson-Odoi und Dest

Weitere Vorschläge des Trainerteams drehten sich laut Falk um die Personalien Arne Maier, heute von Hertha BSC an Arminia Bielefeld ausgeliehen, Max Meyer, heute bei Fenerbahce aktiv, und den Brasilianer Dodo von Schachtjor Donetsk. "Für einen Vertrauensbruch zwischen Salihamidzic und Flick sorgten vor allem aber die Transferbemühungen um Callum Hudson-Odoi, FC Chelsea, und Sergino Dest, damals Ajax", so Falk. Demnach habe der Sportchef seinem Trainer suggeriert, die Verpflichtungen der Top-Talente seien für die Saison 2020/21 fix gewesen. Bekanntlich blieb Hudson-Odoi bei den Blues, während Dest beim FC Barcelona landete.

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Lars Pollmann  
17.11.2021