Probleme eines Stürmers

Gnabry: "Werner ist nicht Lewandowski, aber er hat seine eigenen Qualitäten"

Serge Gnabry (l.) und Timo Werner gehörten schon bei der EURO zum deutschen Aufgebot.
Serge Gnabry (l.) und Timo Werner gehörten schon bei der EURO zum deutschen Aufgebot. (Foto: by Matthias Hangst/Getty Images)

Nicht nur weil Herbst ist: Timo Werner muss dieser Tage mit viel Gegenwind zurechtkommen, besonders in den sozialen Netzwerken wird der Stürmer des FC Chelsea derzeit scharf kritisiert. Im DFB-Team erhält der 25-Jährige große Rückendeckung.

Von der DFB-Pressekonferenz aus Hamburg berichtet fussball.news-Reporter Tom Jacob

Wiederholt sprach sich Bundestrainer Hansi Flick für seinen Stürmer aus: "Timo hat seine Aufgaben sehr gut erfüllt." Die Kritik an einer möglichen Schwalbe, die dem Angreifer aus dem Spiel Deutschland gegen Rumänien anhängt, kann der 56-Jährige nicht nachvollziehen. "In diesem Tempo, mit dem er unterwegs ist und in den Strafrau einzieht, reicht die kleinste Berührung aus, um aus dem Tritt zu kommen. Wenn dann gefühlte fünf Minuten geschaut wird, ob er getroffen wird oder nicht, kann es keine so große Fehlentscheidung sein", ergänzte Flick.

Gnabry kennt Werners Situation

In den drei WM-Qualifikationsspielen im vergangenen September war Werner jeweils einmal treffsicher, gegen Rumänien blieb er für Deutschland ohne eigenen Torerfolg. Kollege Serge Gnabry vom FC Bayern München weiß aus der Vergangenheit, wie sich das angefühlt und leidet mit: "Wir wissen alle, wie es ist, wenn man als Stürmer nicht trifft, da kommt schnell Kritik von außen auf. Wir in der Mannschaft stehen alle hinter Timo. Er gibt Gas und hängt sich rein, das ist das Wichtigste!"

"Timo hat seine eigenen Qualitäten"

Gnabry selbst hat derzeit einen Lauf. Er war es auch, der am vergangenen Freitag in Hamburg sein DFB-Team mit dem 1:1-Ausgleichstreffer zurück in die Partie gebracht hat. Am Ende gewann Deutschland noch mit 2:1. Der Bayern-Anfgreifer ist sich sicher, dass Werner schon am Montagabend in Nordmazedonien wieder eine wichtige Rolle spielen kann: "Timo ist jetzt nicht Robert Lewandowski, aber er hat seine eigenen Qualitäten. Er ist schnell und hat viele gute Laufwege." Vielleicht kann ja Gnabry mit einer Vorlage seinem Sturmpartner sogar behilflich sein.

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Tom Jacob  
10.10.2021