Neuer Coach

Glasner über Eintracht: "Genau das, was ich gesucht habe"

Oliver Glasner ist sichtbar glücklich über seinen Wechsel zur Eintracht. Foto: Imago

Oliver Glasner ließ bei seiner Vorstellung als neuer Trainer von Eintracht Frankfurt keinen Zweifel daran aufkommen, dass er von dem Wechsel zu den Hessen vollends überzeugt ist. Vor allem deshalb, weil weder für ihn noch den Klub die Entwicklung bereits am Ende ist.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Auf den ersten Blick war der Wechsel vom VfL Wolfsburg zu Eintracht Frankfurt sportlich für Oliver Glasner ein Rückschritt. Mit den Niedersachsen hätte er in der kommenden Saison in der Champions League spielen können, mit den Frankfurtern ist es "nur" die Europa League. Und doch war es nicht nur wegen den vermeintlichen Differenzen mit Klub-Boss Jörg Schmadtke ein bewusst gewählter Schritt des 46-jährigen Österreichers zu einem Klub zu wechseln, der noch ein großes Entwicklungspotential besitzt, mit dem er selbst auch noch wachsen kann. Auf Nachfrage von fussball.news erklärte Glasner: "Das ist das, was ich so liebe an meinen Job. Wenn man bei mir zurückschaut, dann war ich zuerst Trainer in der ersten österreichischen Bundesliga, bin dann in die zweite Liga gegangen, zu einem Klub, der wachsen wollte. Das ist das, was mich reizt. Hier gemeinsam einen Weg zu gehen, gemeinsam zu wachsen, etwas aufzubauen, etwas zu schaffen. Das ist das Schönste."

Glasner gesteht: "Ich bin megaehrgeizig" 

Gedanken, die auch der neue Sportvorstand Markus Krösche zuletzt immer wieder thematisierte, im Gespräch mit fussball.news war "Weiterentwicklung" ein großes Thema. "Genau dieses Wachstum, diesen Ehrgeiz, den mir Markus und die gesamte Eintracht zu einhundert Prozent vermittelt haben, ist das, was ich gesucht habe, was mich gereizt hat. Wir passen sehr gut zusammen", sagte Glasner nun, der gleichzeitig aber auch betonte: "Dazu bedarf es jeden einzelnen im Klub, weil es in der Bundesliga sehr viel gute Konkurrenz gibt, die völlig zurecht ein ähnliches Ziel hat." Dennoch versprach er: "Wer mich kennt, weiß, dass ich megaehrgeizig bin und all meine Energie hier reinstecken werde, damit wir möglichst schnell wachsen. Ich weiß aber, dass das nicht immer so steil geht, wie ich das gerne hätte, aber wir werden alles daran setzen." Die Lust beim Österreicher ist in jedem Fall groß: "Ich habe Bock darauf, hier gemeinsam wieder was auf die Beine zu stellen, etwas anzupacken und erfolgreichen Fußball spielen zu lassen." 

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Benjamin Heinrich  
30.06.2021