Eintracht Frankfurt

Nach Vorfällen in Marseille: Glasner nimmt "unsere Fans in die Verantwortung"

Glasner hofft auf ein friedliches Rückspiel. Foto: Getty Images
Glasner hofft auf ein friedliches Rückspiel. Foto: Getty Images

Eintracht Frankfurt muss am Mittwochabend in der Champions League gegen Olympique Marseille punkten, um die Chance aufs Achtelfinale zu wahren. Neben der sportlichen Brisanz bietet das Spiel außerhalb des Platzes Zündstoff. Beim Hinspiel war es zu Ausschreitungen gekommen.

Unter anderem lieferten sich Anhänger beider Klubs eine Art Pyro-Schlacht, bei der Geschosse in den gegnerischen Block gefeuert wurden. Ein Projektil traf einen SGE-Fan, der sich dabei und infolge eines resultierenden Sturzes schwere Verletzungen zuzog; der mutmaßliche Übeltäter ist zwischenzeitlich wegen versuchten Mordes angeklagt. Die Eintracht wurde derweil unter anderem auch dafür bestraft, dass mitgereiste Anhänger den 'Hitlergruß' zeigten. 

"Brauchen unsere Fans im Frühjahr wieder"

Es setzte eine Geld- und Bewährungsstrafe, der Klub steht aber auch und gerade beim Rückspiel gegen Marseille unter Beobachtung. In der Vergangenheit wurde Frankfurt zum Beispiel schon für einen Platzsturm in der Europa League seitens der UEFA bestraft. Die Hessen versuchen alles, um etwaige Rache-Aktionen gegen die Fans von OM zu verhindern. Auch Cheftrainer Oliver Glasner hat sich mit einem Appell zu Wort gemeldet. "Wir sind vorbestraft. Deshalb nehme ich unsere Fans in die Verantwortung. Wir wollen weiterkommen und brauchen unsere Fans dann im Frühjahr wieder. Wenn jetzt etwas passiert, dann sind sie raus", zitiert die Hessenschau den Übungsleiter.

"Das ist die Arbeit der Exekutive"

Der Aufsichtsratsvorsitzende Philip Holzer erkennt derweil in erster Linie die zuständigen Behörden als Verantwortliche für die Sicherheit im und um das Stadion herum an. "Das ist die Arbeit der Exekutive. Ich bin sicher, alle handelnden Personen werden das Notwendige unternehmen, um entsprechend vorbereitet zu sein", sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Am Mittwoch kommt unter anderem eine Einheit zum Einsatz, die sich aus Polizisten beider Länder zusammensetzt.

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Lars Pollmann  
25.10.2022