Entscheidende Szene

Glasner: "Unsere Ministranten brav außerhalb des Sechzehners"

Die Eintracht-Spieler Danny da Costa, Sam Lammers und Krisitjan Jakic (v.l.) laufen regelkonform ein. Foto: Imago

Kurz vor Schluss hatte Fenerbahce Istanbul in der Europa League bei Eintracht Frankfurt die Chance auf den Siegtreffer. Weil Dimitris Pelkas aber an Eintracht-Keeper Kevin Trapp scheiterte und der Nachschuss nicht zählte, sorgte Frankfurts Trainer Oliver Glasner nach der Partie für ein Statement im Stile eines Spruchs des Jahres.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich 

Welche eine kuriose Szene zwischen Eintracht Frankfurt und Fenerbahce Istanbul: In der 90. Minute begeht Eintrachts Schlussmann Kevin Trapp ein Foul im eigenen Sechzehner, Istanbuls Pelkas allerdings verschießt den fälligen Strafstoß. Im Nachschuss allerdings trifft der eingewechselte Mergim Berisha. Der Videoassistent greift allerdings ein, weil der ehemalige U21-Nationalspieler Deutschlands zu früh in den Strafraum gelaufen war. Es blieb deshalb beim durchaus verdienten 1:1. Eintracht-Trainer Oliver Glasner, der das Spiel aufgrund einer Sperre von einer Loge aus ansah, beschrieb die Szene nach dem Spiel: "Dann denkst du dir, oh Gott. Aber unsere Ministranten waren alle schön brav außerhalb des Sechzehners." 

Hoffentlich "die Wende in unsere Richtung"

Vor dem Elfmeter gab es für den Österreicher allerdings einige Kritikpunkte: "Wir verteidigen es in der Situation auch schlecht. Erst verlieren wir den Zweikampf im Mittelfeld und dann sind wir zu passiv." Die Türken hätten in der Folge die Möglichkeit gehabt, problemlos einen Steckpass zu spielen, der dann Trapp in die ungünstige Lage brachte, im Eins-gegen-Eins gegen Pelkas retten zu müssen. Bei Glasner ist die Hoffnung groß, dass der anschließend gerettete Punkt eine Initialzündung für seine Mannschaft gewesen ist: "Ich hoffe, dass das die Wende in unsere Richtung sein kann. Die Spieler haben alles investiert und sich mit viel Spirit und Engagement in das Spiel reimgekämpft." Und im richtigen Moment sind sie sogar stehengeblieben. 

Benjamin Heinrich  
17.09.2021