Nach Bayern-Sieg

Glasner erdet Eintracht: "Haben noch viel, viel Arbeit vor uns"

Oliver Glasner hob nach dem Sieg bei den Bayern kein bisschen ab. Foto: Getty Images

Die Freude war bei Oliver Glasner nach seinem ersten Sieg in der Bundesliga mit Eintracht Frankfurt und dem ersten Dreier gegen den FC Bayern München in seiner Karriere groß. Doch der Österreicher gab sich im Anschluss dennoch demütig.

Oliver Glasner hatte sich beim 2:1-Sieg in München die Seele aus dem Leib geschrien. "Meine Stimme wird morgen weg sein", lachte er nach dem Sieg auf DAZN. Das allerdings war es dem 47-Jährigen wert: "Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment aussprechen. Wie sie heute gefightet hat. Ich freue mich mega!" Der Mannschaft habe er nach dem Spiel gesagt, dass es sein erster Sieg überhaupt war gegen den FC Bayern München: "Und das erste Mal vergisst man ja bekanntlich nie." 

"Wahnsinn, dass es so funktioniert" 

Dass der FC Bayern München gegen Eintracht Frankfurt ein klares Chancenplus hatte, gab Glasner zu: "Das hatten sie. Der Ballbesitz hingegen war uns heute egal." Nur 29 Prozent standen am Ende auf Seite der Hessen. Doch der Plan, aus einer kompakten Defensive heraus zu agieren und den Rekordmeister kommen zu lassen, ging vollends auf: "Wenn du hier gewinnen willst, dann muss alles zusammenpassen. Und man muss mal unsere Konstellation anschauen: Tuta hat wochenlang nicht gespielt. Stefan Ilsanker auch nicht. Wir haben kein einziges Training mit dieser Abwehr bestritten. Das ist Wahnsinn, dass es dann so funktioniert." 

Bayern-Sieg "gegen Hertha vergolden"

Und doch war Glasner nach der Partie bemüht, die Kirche im Dorf zu lassen und richtete den Blick schon auf das kommende Bundesligaspiel gegen Hertha BSC nach der Länderspielpause: "Das Wichtigste ist, diesen Sieg gegen Hertha zu vergolden. Nicht ausruhen und sagen alles eitel Wonne. Wir haben noch viel, viel Arbeit vor uns, noch viele Ungenauigkeiten in unserem Spiel nach vorne." Da, so der Eintracht-Trainer, muss und will man "gegen die Hertha unbedingt nachlegen". 

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Benjamin Heinrich  
04.10.2021