Eintrachts Linksaußen

Glasner deutlich: Causa Kostic "erledigt und abgehakt"

Filip Kostic wurde bei der Eintracht begnadigt. Foto: Imago

Die Causa Filip Kostic beschäftigte Eintracht Frankfurt in den vergangen Wochen sehr intensiv. Nach der Rückkehr von der Nationalmannschaft gab es Gespräche zwischen allen Beteiligten und Trainer Oliver Glasner machte nun deutlich, dass alles geklärt ist und der Blick nach vorne gerichtet wird.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich 

Filip Kostic blieb vor dem vergangenen Bundesligaspiel von Eintracht Frankfurt dem Abschlusstraining fern und wurde entsprechend auch nicht für den Kader nominiert. Der Grund: Sein angestrebter Wechsel zu Lazio Rom. Am Mittwoch nahm der Linksaußen auf seinem privaten Instagram-Account Stellung dazu mit einem Statement, das Fragen aufwarf. Nach seiner Rückkehr zur Eintracht allerdings wurden persönliche Gespräche geführt. "Wir haben mit ihm gesprochen, ich, Sportvorstand Markus Krösche und die Mannschaft. Wir haben uns ausgetauscht. Damit ist das Thema für uns erledigt und abgehakt", sagte Trainer Oliver Glasner auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am Sonntag (15:30 Uhr). 

Rätselhafte Entschuldigung hat für Glasner keine Relevanz

Die kryptische Entschuldigung, die Kostic über die sozialen Medien tätigte, ließ Glasner trotz etwaiger Fragezeichen unbeeindruckt: "Deswegen bin ich nicht in den sozialen Medien. Da wird schnell mal etwas rausgehauen. Für mich zählt, was mir jemand ins Gesicht sagt. Das, was er mir erzählt hat, ist wichtig. Nicht das, was irgendwo geschrieben wird. Das hat für mich keine Relevanz. Es ist alles ausgeräumt." Auch für den 28-jährigen Serben seien die vergangenen Tage und Wochen nicht einfach gewesen: "Das war eine komplizierter Sache - für alle. Er ist auch ein Mensch mit Gefühlen und Emotionen. Das beschäftigte ihn." Die Analogie des Seitensprungs bemühend, sagte Glasner: "Da sind immer beide Seiten betrübt." 

"Nicht alle zwei Tage darauf rumreiten"

Der Nationalspieler wird sehr wahrscheinlich gegen den VfB Stuttgart, seinen Ex-Verein, im Kader stehen. Eine interne Sperre wird es nicht geben, neben einer Geldstrafe vom Verein, wird Kostic das Team zu einem Grillabend einladen. "Die Mannschaft und ich erwarten, dass Filip Kostic Filip Kostic ist. Das, was er in den letzten Jahren für Eintracht Frankfurt gezeigt hat", lautet die einfache Forderung des Trainers. Mit dem Spiel wollen alle Beteiligten den Blick wieder nach vorne richten: "Filip Kostic ist Teil von Eintracht Frankfurt. Wir sind aktuell dabei, dass nichts hängen bleibt und wir wollen nicht alle zwei Tage wieder drauf rumreiten." Der Linksfuß werde auch in Zukunft "für Eintracht Frankfurt sicherlich noch viele gute Spiele abrufen. Davon bin ich überzeugt." Eine gute Leistung gegen den VfB wäre wohl Balsam auf die Seelen aller Beteiligten.  

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Benjamin Heinrich  
10.09.2021