Wolfsburger Coach

Glasner? Baku: "Gespannt, welche Entscheidungen der Verein trifft"

Ridle Baku (r.) mit Wolfsburg-Coach Oliver Glasner. Foto: Imago

Mit der deutschen U21-Nationalmannschaft greift Ridle Baku den EM-Titel an. Beim VfL Wolfsburg hingegen könnte für den Defensivspieler im Sommer ein Umbruch anstehen. Mit einem neuen Trainer? 

Die Gerüchte um Oliver Glasner, Trainer des VfL Wolfsburg, reißen nicht ab. Der Österreicher, der die Niedersachsen in die Champions League geführt hat, soll Abwanderungsgedanken hegen, auch weil es zwischen ihm und Manager Jörg Schmadtke angeblich Spannungen gibt. Eintracht Frankfurt war zwischenzeitlich interessiert, soll aber mittlerweile Abstand von einer Verflechtung genommen haben. Die Ausstiegsklausel des 46-Jährigen ist Berichten zufolge Mitte Mai ausgelaufen. Sollte er die Wölfe nun verlassen, wäre eine Ablöse frei verhandelbar - oder kommt es gar zu einer Vertragsauflösung? Der gebürtige Salzburger hatte ein Treuebekenntnis (Vertrag bis 2022) bislang vermieden.

"Da kann man als Spieler nicht viel machen"

Die Spekulationen sind auch in der Mannschaft Thema. "Was die letzten Wochen so passiert ist medial, da kann man als Spieler nicht wirklich viel machen", blickte Ridle Baku, Rechtsverteidiger der Wolfsburger, auf Nachfrage von fussball.news auf das Saisonfinale mit den Glasner-Gerüchten zurück. Vertrauen in die Verantwortlichen hat der 23-Jährige, der es nicht in den Kader der A-Nationalmannschaft geschafft hat, dafür aber an der U21-Europameisterschaft teilnimmt: "Die nächste Tage oder Wochen wird dann schon eine Entscheidung getroffen werden. Was das für eine ist, liegt letztendlich nicht in meiner Hand. Ich werde das so hinnehmen wie das kommt. Da bin ich einfach mal gespannt, was der Verein für Entscheidungen treffen wird in den nächsten Tagen."

Kleiner Seitenhieb Richtung Eintracht

Die Bedeutung Glasners für die eigene Entwicklung strich Baku heraus: "In der Anfangszeit war es so, dass mir das gesamte Trainerteam viel mitgegeben hat, unter ihm konnte ich mich nochmal entwicklen, habe Riesensprünge gemacht. Deshalb hab ich ihm sehr viel zu verdanken." Als besondere Stärke des Coaches und auch des Klubs empfand der ehemalige Mainzer, dass die Spekulationen rund um Glasner den Erfolg des Teams nicht beeinflusst haben: "Ich bin einfach froh, dass wir unser Ziel erreicht haben, dass wir Champions League spielen können und dass uns das nicht benachteiligt hat. Denn wenn man sich Eintracht Frankfurt anschaut, dann hatte das gewisse Folgen gehabt. Da bin ich froh, dass der Verein und alle drumherum das so hinbekommen haben, dass die Mannschaft nicht darunter leidet." Gut möglich, dass die Wölfe die Champions League in der kommenden Saison unter einem neuen Trainer erleben.

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Benjamin Heinrich  
25.05.2021