Übersichtlicher Transfersommer

So ist Gladbachs Kader 2020/21 zu bewerten

Neues Trikot, altes Team: Personell hat sich Borussia Mönchengladbach in diesem Sommer nicht groß verändert.
Neues Trikot, altes Team: Personell hat sich Borussia Mönchengladbach in diesem Sommer nicht groß verändert. (Foto: Christof Koepsel/Getty Images)

Im Vergleich zu den anderen Klubs hat sich bei Borussia Mönchengladbach im abgelaufenen Transfersommer nur wenig bewegt. Kein Grund zur Besorgnis! fussball.news fasst das zurückliegende Transferfenster noch einmal zusammen und schätzt die Konkurrenzfähigkeit in der Liga ein.

Als Trainer Marco Rose am vergangenen Donnerstag vor dem Rhein-Derby beim 1. FC Köln (3:1-Sieg) auf die insgesamt 15 Abgänge der Domstädter angesprochen und gefragt wurde, ob er deshalb eine völlig veränderte Kölner Mannschaft als im Vorjahr erwarte, schluckte der 44-Jährige einmal und antwortete: "15 Spieler? Das ist schon viel!" Sein Fohlen-Team hat sich dagegen nur wenig verändert.

Fünf Abgänge: Geringster Wert in der Liga

Mit Tobias Strobl, Fabian Johnson und dem Brasilianer Raffael haben Borussia Mönchengladbach nur drei gestandene Spieler verlassen. Mit Moritz Nicolas und Keanan Bennetts wurden zwei weitere Spieler auf Leihbasis abgegeben. Fünf Abgänge also, das ist Ligaweit der mit Abstand geringste Wert. Zum Vergleich: Union Berlin hat 23 Abgänge zu verzeichnen.

Nur zwei echte Verstärkungen

Und auch auf der Habenseite hat sich bei den Fohlen nicht viel getan. Neben fünf Leihspielern, die zurückkehrten, und drei jungen Akteuren, die aus den eigenen Reihen in die Profi-Abteilung aufstiegen, sind lediglich drei neue Spieler verpflichtet worden. Dabei ist der 17-jährige Joe Scally noch Zukunftsmusik, spielt derzeit noch bei New York City FC und wechselt zum 1. Januar 2021 nach zu Gladbach. Hannes Wolf und Valentino Lazaro gelten derweil als echte Verstärkung. Beide Österreicher sind für ein Jahr ausgeliehen, die Borussia besitzt jeweils eine Kaufoption.

Nicht mehr als Platz vier drin

Im Endeffekt muss der im Vergleich ruhige Transfersommer nichts schlimmes bedeuten - im Gegenteil! Warum sollte man eine Mannschaft, die bestens funktioniert, umbauen? Da das Team im Großen und Ganzen zusammen geblieben und in der Vorsaison damit Platz vier - die Champions League-Qualifikation - erreicht worden ist, sah Sportdirektor Max Eberl keinen großen Handlungsbedarf. Kein Grund zur Besorgnis also! Jedoch ist mit diesem Kader auch in diesem Jahr nicht mehr als mit Platz vier zu rechnen.

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Tom Jacob  
06.10.2020